Nach dem Wirbel über die Miete für Schul-Spinde und teure Taschenrechner - die "Krone" berichtete - revoltieren Kärntner Eltern erneut: "Wir müssen unseren Kindern Laptops und Tablets kaufen!" Das ist aber ein Irrtum: Ein Rundschreiben des Ministeriums wurde in manchen Schulen falsch interpretiert!
Nach der Aufregung um die Kosten für die Spinde und Luxustaschenrechner hatte das Ministerium ein Rundschreiben ausgesendet, in dem erklärt wurde, wofür die Eltern selbst aufkommen müssen. Und das ist in einigen Schulen in ganz Österreich falsch interpretiert worden. Auch Lehrer in Kärnten verstanden es als Aufruf, dass Schüler Laptops oder Tablets haben müssten, und gaben dies so an die Eltern weiter.
Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger: "Das ist leider ziemlich unglücklich gelaufen. Das Rundschreiben sollte nur nochmals den Unterschied zwischen ,Lehrbehelf,’ den die Schule anzuschaffen hat, und ,Lernbehelf’, der mitzubringen ist, klarstellen.
Bisher hätten Eltern von Heften über Schreib- und Malbedarf alles kaufen müssen. Altersberger: "Tablet oder Laptop ersetzen Heft und Kuli, deshalb wird sie nicht die Schule bezahlen. Viele Eltern können sich das nicht leisten. Deshalb ist Sonder-Unterricht - wie etwa ,iPadklassen’ - angekündigt, damit Eltern entscheiden können.
Grundsätzlich sollten Kinder auf neue Medien geschult werden. Altersberger: "Eltern wollen ja, dass es die Schule macht; aber die Kosten schrecken ab. Die Schulen wiederum haben kein Geld für den Ankauf."
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