14.07.2016 19:19 |

Boris Johnson:

"Brexit bedeutet nicht, Europa zu verlassen"

Brexit-Wortführer Boris Johnson hat in seiner ersten öffentlichen Äußerung nach seiner Ernennung zum britischen Außenminister versichert, dass sein Land auch nach dem EU-Austritt Teil Europas bleiben werde. Nach dem Brexit-Referendum müsse "der Wille des Volkes" nun umgesetzt werden, sagte Johnson am Donnerstag. "Das bedeutet aber keineswegs, Europa zu verlassen."

Es gebe einen großen Unterschied zwischen dem Austritt aus der EU "und unseren Beziehungen zu Europa", die allenfalls "intensiviert" würden, sagte Johnson nach seinem ersten "sehr, sehr arbeitsreichen" Tag im Außenministerium.

Die neue Premierministerin Theresa May hatte am Mittwoch die Regierungsgeschäfte in London übernommen und machte Johnson, einen Anführer der Brexit-Kampagne, überraschend zum Außenminister. Als Brexit-Vorkämpfer hatte Johnson zur Niederlage von Mays Vorgänger David Cameron beigetragen. Völlig unerwartet hatte er dann aber nicht für den Posten als Partei- und Regierungschef kandidiert und galt deshalb vielen als politisch verbrannt.

Ernennung sorgte für Befremden
In Europas Hauptstädten sorgte Johnsons Ernennung für Befremden. Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault wertete seine Berufung als ein "Zeichen für die politische Krise" in Großbritannien. Er brauche einen verlässlichen Partner in London, sagte Ayrault. Johnson habe in der Kampagne für den Austritt aus der EU "viel gelogen".

Johnson ließ diese Kritik an sich abprallen. Nach dem Brexit-Votum sei es "unvermeidbar", dass in europäischen Staatskanzleien "eine gewisse Menge Putz von der Decke kommt", sagte er. Der französische Außenminister habe ihm einen "bezaubernden Brief" geschrieben und versichert, dass er sich auf die Zusammenarbeit freue und die französisch-britischen Beziehungen vertiefen wolle. Auch US-Außenminister John Kerry habe zu den ersten Gratulanten gehört.

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