22.08.2006 09:06 |

Slowenische Bärin

Braunbär heimlich in Frankreich ausgesetzt

Mit der Freilassung eines fünften Braunbären binnen weniger Monate hat die französische Regierung am Dienstag ihr aktuelles Programm zur Auffrischung des Bärenbestandes in den Pyrenäen abgeschlossen. Das 112 Kilogramm schwere Weibchen "Sarousse" wurde um ein Uhr nachts unter großer Geheimhaltung bei Arbas (Haute-Garonne) freigesetzt.

Das Raubtier war wie die anderen vier Braunbären kurz zuvor in Slowenien gefangen worden. Damit sei "das Überleben der international geschützten Tierart in Frankreich kurzfristig gesichert", erklärte Umweltministerin Nelly Olin.

Alle Tiere wurden bei Gemeinden freigelassen, die sich selbst darum beworben hatten. Arbas nahm drei Tiere auf. Die Braunbären wandern jedoch über weite Strecken; ein Tier wurde sogar kurz vor der Airbus-Metropole Toulouse gesichtet.

Gérard Depardieu ist ein Bärenfreund
Mit den slowenischen "Neubürgern" gibt es jetzt in den französischen Pyrenäen wieder zwei Dutzend Braunbären. Das sind immer noch deutlich weniger als in Spanien. Kritik an der Neuansiedlung kommt vor allem von Schafzüchtern, die ihre Herden in den Pyrenäen oft unbeaufsichtigt lassen. Die Befürworter kommen unter anderem aus der Tourismusbranche. Für die ausgesetzten Bären haben Prominente wie die Schauspieler Gérard Depardieu und Fanny Ardant Patenschaft übernommen.

Symbolbild