29.01.2016 10:55 |

Niedriger Ölpreis

OMV muss weitere 1,5 Milliarden Euro abschreiben

Die anhaltende Schwäche des Ölpreises setzt die OMV immer stärker unter Druck. So musste der Erdöl- und Gaskonzern im vierten Quartal des Vorjahres weitere 1,5 Milliarden Euro an Wertminderungen verbuchen. Zudem gibt es Produktionsstillstände in Libyen und im Jemen.

400 Millionen von den 1,5 Milliarden Euro betrafen die Rumänien-Tochter Petrom. Die Abschreibungen basierten auf der Annahme, dass die Gas- und Ölpreise weiterhin niedrig bleiben werden.

Für 2016 erwartet die OMV nun einen Brent-Ölpreis von 40 Dollar pro Fass. 2017 soll der Preis auf 55 Dollar steigen, 2018 auf 65 und 2019 auf 70 Dollar. Auch der Gaspreis spiegle die derzeit gedämpften Marktbedingungen in Europa wider, hieß es in einer Aussendung am Freitag.

300 Millionen Euro Sonderaufwendung
Zusätzlich gibt es eine Sonderaufwendung von rund 300 Millionen Euro im Bereich Downstream. Diese resultiere hauptsächlich aus einer weiteren Rückstellung für die Gate-LNG-Verbindlichkeit und die damit verbundenen Transportverbindlichkeiten, so die OMV.

Zudem sank im vierten Quartal die Produktionsmenge durch Produktionsstillstände in Libyen und im Jemen: Im Schnitt wurden 309.000 boe/d (Barrel Öläquivalente pro Tag) produziert, nach 318.000 im Schlussquartal 2014 - ein Minus von drei Prozent.

Ölpreis innerhalb eines Jahres beinahe halbiert
Der durchschnittliche Brent-Ölpreis betrug im vierten Quartal des Vorjahres 43,76 Dollar (40,14 Euro), vor einem Jahr waren es noch 76,58 Dollar gewesen. Auch der Gaspreis sank im vergangenen Jahr kontinuierlich.

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