Mo, 20. Mai 2019
04.01.2016 16:36

Sternsinger:

Als es noch zwölf waren

Vom ursprünglichen Geburtstag Jesu, der Geschichte der Sternsinger, wie als zwölf drei wurden und warum sie gar nicht "heilig" heißen dürften.

Etwa 2,3 Milliarden Christen weltweit feiern alljährlich die Geburt Christi, doch das genaue Geburtsjahr und der exakte Tag lassen sich  nicht festmachen. Bis zum Jahr 354 wurde das Fest am 6. Jänner begangen - an dem Tag, an dem heute der Drei Könige gedacht wird. Doch diese waren weder Heilige noch waren es drei.

"Sterndeuter aus dem Osten" - in manchen Übersetzungen auch "Magier aus dem Morgenland" - fragen bei Matthäus nach dem  neugeborenen König der Juden. Wie viele es waren, verrät der Evangelist nicht. In frühchristlichen Darstellungen sind zwei bis zwölf Personen zu sehen. Da sie laut Matthäus dem Kind  Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben darbrachten, legte Papst Leo der Große im 5. Jahrhundert ihre Zahl auf drei fest.

Seit dem 6. Jahrhundert tragen sie die symbolträchtigen Namen Kaspar, Melchior und Balthasar: Kaspar kommt aus dem Persischen und bedeutet Schatzmeister, Melchior ist hebräisch und heißt "Mein König ist Licht", das babylonische Balthasar meint "Beschütze sein Leben". Das "C+M+B", das die Sternsinger auf Türstöcke schreiben, ist ein Segenswunsch: Christus Mansionem Benedicat, Christus beschützte dieses Haus.

Ab dem 10. Jahrhundert wurden die drei Magier mit Kronen dargestellt. Erst im 16. Jahrhundert wird Kaspar - der jüngste der  Könige, denn die drei stellen auch die drei Lebensalter Jüngling, Mann und Greis dar - zum Mohren.

Ganz stark wurden die Heiligen Drei Könige, die übrigens nie heiliggesprochen wurden, im Mittelalter verehrt. 1164 wurden die angeblichen Gebeine der drei berühmten Männer nach Köln gebracht, wo sie heute noch im Schrein im Kölner Dom liegen.

Uns ist neben der spannenden Geschichte der mutigen Herren aus dem Morgenland der schöne Brauch des Sternsingens geblieben.

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