Der Stress der Feiertage liegt hinter vielen Berufsgruppen; auch hinter Taxichauffeuren. Denn die Fahrer sind heutzutage schon viel mehr als "nur" Personenbeförderer, wenn es am eigenen Auto mangelt oder jemand zu viel getrunken hat. Sie werden mit einer Menge anderer "Aufgaben" betraut.
"Geh, bringen’s mir bitte einen schönen, graden Christbaum!", verlangte etwa eine Dame von einem Klagenfurter Taxler. "Gerade für Senioren sind wir oft die einzigen, die sie um Hilfe bitten können", so der Mann.
Ältere Herrschaften zum Einkaufen zu fahren, ist mittlerweile gängige Praxis; klar, dass man dann auch hilft, die vollen Taschen in die Wohnung zu bringen. "Viele Leute haben deshalb großes Vertrauen in uns und engagieren uns auch für andere Aufgaben." Etwa Medikamente aus der Apotheke zu holen.
Ein Schwesternpaar etwa fährt prinzipiell zweimal im Jahr mit dem Taxi in den Italien-Urlaub.
Und es werden auch kuriose Wünsche an die Fahrerinnen und Fahrer herangetragen: "Führen’s doch bitte meinen Hund aus, ich bin krank!" ist nur einer davon.
Und alle in einer Klagenfurter Taxizentrale wissen, was es bedeutet, wenn Frau S. anruft und über Magenschmerzen klagt: "Dann will sie Magenbitter!"
Skurrile Fuhren verlangt auch ein Mann außerhalb der Landeshauptstadt: "Wir fahren dreimal die Woche abends zu ihm, um ihm Bier zu bringen. Und das mehrmals, da seine Frau verbietet, alles auf einmal zu liefern!"
Ganz nebenbei kutschieren Kärntens Taxler auch Flüchtlinge durch Österreich, bringen Kinder zu ihren Musikstunden, oder holen Wurstsemmeln...
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