Mo, 22. Oktober 2018

Studie aus Rotterdam

02.12.2015 14:45

Arme Menschen sterben öfter an Alkoholkonsum

In den meisten europäischen Ländern leben gebildete und wohlhabende Menschen länger als Menschen mit niedrigem sozioökonomischem Status. Ein Grund für diesen Unterschied scheint im Alkoholkonsum zu liegen, haben jetzt Forscher des Erasmus University Medical Center im niederländischen Rotterdam herausgefunden.

Die Wissenschaftler analysierten für ihre Untersuchung die Sterberegister von 17 europäischen Staaten. Sozial besser gestellte Menschen trinken zwar häufiger und teils auch mehr als Menschen mit geringerem Bildungsgrad. Aber problematische Trinkgewohnheiten, wie etwa das Komasaufen, sind in unteren sozialen Gruppen weiter verbreitet und steigern alkoholbedingte Gesundheitsprobleme wie Leberschäden, Herzerkrankungen oder Krebs.

In allen untersuchten Ländern waren alkoholbedingte Todesfälle in den unteren sozialen Gruppen häufiger. Es gibt aber nationale Unterschiede: Im Vergleich scheint der soziale Status in Osteuropa sowie in Finnland und Dänemark die alkoholbedingten Todesfälle am stärksten zu beeinflussen. In Spanien, Frankreich, Italien und der Schweiz waren die Unterschiede zwischen den sozialen Gruppen weniger stark ausgeprägt.

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