Rund 40 verdächtigte "Kinderhändler" sind festgenommen worden. Die Basis der Verbrecher-Organisation befindet sich im norditalienischen Triest, die Kinder sind aber auch nach Deutschland und Österreich geschickt worden. "Es ist ein Millionen- Geschäft mit dem Epizentrum in Bulgarien", schreibt die Zeitung "Corriere della Sera" (Mailand). Die Kinder wurden häufig geschlagen. In Venedig hat man ein 13 Jahre altes Mädchen entdeckt, das im achten Monat schwanger war.
Die Ermittlungen haben drei Jahre gedauert, deutsche und österreichische Polizei war beteiligt gewesen, hieß es in Triest. "Die Eltern wussten sehr genau, dass ihre Kinder zu Verbrechen gezwungen wurden und sie davon einen gewissen Prozentsatz erhielten", sagte ein Ermittler in Triest.
"Kinder auszubeuten, ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit", sagte Pietro Grasso, oberster Mafia-Jäger in Italien. "Es handelt sich um ein weltweites Problem: Es gibt Kindersoldaten in Afrika, Ausbeutung durch Kinder-Arbeit sowie sexuellen Missbrauch durch Prostitution."










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