Mi, 15. August 2018

Im kommenden Jahr

20.09.2015 20:27

USA wollen 15.000 Flüchtlinge mehr aufnehmen

Die USA wollen im kommenden Jahr 15.000 Flüchtlinge mehr als geplant aufnehmen. Außenminister John Kerry sagte am Sonntag nach Gesprächen mit seinem deutschen Kollegen Frank-Walter Steinmeier und einem Treffen mit syrischen Flüchtlingen in Berlin, damit werde die Aufnahme-Obergrenze für 2016 auf 85.000 erhöht. 2017 sollen dann 100.000 Hilfesuchende in den USA Zuflucht finden.

Wie viele Syrer dabei sein sollen, sagte Kerry nicht. Die Frage, warum die USA nicht viel mehr Flüchtlinge - wie etwa nach dem Vietnamkrieg - aufnehmen, beantwortete er mit einem Hinweis auf die seit den Anschlägen vom 11. September 2001 stark verschärften Sicherheitsvorkehrungen. Das mache die Überprüfung der Flüchtlinge sehr teuer, das Geld dafür habe der Kongress bisher nicht genehmigt. Kerry zollte Deutschland Respekt für die Aufnahme Hunderttausender Menschen dieses Jahr. Die USA waren von mehreren Seiten aufgefordert worden, in der Flüchtlingskrise mehr zu tun. Präsident Barack Obama hatte jüngst erklärt, sein Land wolle im kommenden Jahr mindestens 10.000 Syrer aufnehmen.

Steinmeier erneuerte die Ankündigung, am Rande der UN-Vollversammlung Ende September in New York Geld für das unter klammen Kassen leidende UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR einfordern zu wollen. Das UNHCR benötige 2,8 Milliarden Dollar (rund 2,54 Milliarden Euro) zusätzlich, um wenigstens auf dem Versorgungsniveau des vergangenen Jahres zu bleiben.

Der deutsche Außenminister begrüßte außerdem, dass Kerry und sein russischer Kollege Sergej Lawrow nach mehr als einem Jahr wieder direkt miteinander reden. Damit sei ein Mindestmaß an Informationsaustausch gewährleistet, "ohne dass daraus schon gemeinsame Haltungen abgeleitet werden können".

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