31.08.2015 11:56 |

Neue Route

Syrer flüchten sogar über Polarkreis nach Europa

Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien benutzen laut einem britischen Zeitungsbericht auch eine Route von ihrer Heimat aus über den Polarkreis nach Europa. Vom hohen Norden Russlands aus ließen sie sich demnach mit russischen Autos nach Norwegen bringen, berichtete der "Guardian" am Montag.

Die britische Tageszeitung beruft sich in ihrem Bericht auf die norwegische Polizei. Der Grenzübertritt rund 4.000 Kilometer von Syrien entfernt sei demnach legal. Jeden Monat suchten zwischen fünf und 20 Flüchtlinge, meist Syrer, den Weg über den Polarkreis.

Route laut Polizei "relativ neu"
"Es ist eine relativ neue Sache, es hat vielleicht so vor einem halben Jahr angefangen", zitiert die Zeitung den Polizeibeamten Thomas Pettersen aus dem Örtchen Kirkenes. Die Polizei bringe die Neuankömmlinge dann mit dem Flugzeug in die Hauptstadt Oslo. Nach Informationen einer Lokalzeitung wurden 2015 bisher 133 Flüchtlinge in Kirkenes gezählt.

Norwegen ist nicht Mitglied der Europäischen Union, nimmt aber am gemeinsamen Verzicht auf Grenzkontrollen, dem Schengener Abkommen, in Europa teil.

"Aktion scharf" an österreichisch-ungarischer Grenze
An der Grenze zwischen Österreich und Ungarn ist unterdessen am Sonntagabend eine Schwerpunktaktion gegen Schlepper gestartet worden, nachdem am Donnerstag im Burgenland in einem auf der Ostautobahn abgestellten Lkw 71 tote Flüchtlinge entdeckt worden waren.

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