Brisanter Bericht

Israel testete Folgen einer “schmutzigen Bombe”

Ausland
08.06.2015 13:34
Israel hat laut einem brisanten Zeitungsbericht in der Negev-Wüste die Auswirkungen einer "schmutzigen Bombe" getestet, die radioaktives Material verteilt. Die Zeitung "Haaretz" berichtete am Montag, seit 2010 seien vier Jahre lang die möglichen Schäden eines solchen Angriffs in Israel geprüft worden.

Eine "schmutzige Bombe" ist ein konventioneller Sprengsatz, der radioaktives Material enthält. Hintergrund für die geheimen Tests sei dem Bericht zufolge die Sorge gewesen, militante Islamisten könnten in Zukunft eine solche primitive nukleare Waffe erlangen bzw. sich selbst zusammenbasteln und gegen den jüdischen Staat einsetzen. Eine Armeesprecherin in Jerusalem sagte, man prüfe den Bericht.

Horrorszenario "schmutzige Bombe"
Was geschieht, wenn Terroristen nukleares Material in die Finger bekommen? Wenn sie dies mit anderen explosiven Stoffen mischen und in einer Großstadt zünden, könnten Tausende Menschen verstrahlt und ein ganzes Gebiet für Jahre unbewohnbar werden. Die Sorge vor einer "schmutzigen Bombe" in der Weltgemeinschaft ist angesichts von aktuellen Terror-Bedrohungen wie etwa dem Islamischen Staat entsprechend groß.

Erst im März hatten sich 53 Staaten darauf verständigt, die weltweite Atomsicherheit zu verbessern. Es müsse sichergestellt werden, dass hochangereichertes Uran nicht in die Hände von Extremisten gerate, betonten die Staats- und Regierungschefs damals in der Abschlusserklärung des Treffens in Den Haag.

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