Asyl-Debatte

Keine Kriegsflüchtlinge in Kärntens Kasernen

Kärnten
19.05.2015 17:05
Mit dem nächsten Polit-Schnellschuss in der unwürdigen Flüchtlingsdebatte hat der Bund einen Sturm der Entrüstung auch in Kärnten ausgelöst. Nach dem Aufbau von Zeltstädten sollen nun Asylwerber in Kärntner Kasernen untergebracht werden – die Gemeinde Bleiburg wehrt sich mit einer Resolution.

Geht es nach dem Verteidigungs- und Innenministerium, sollen in der Goiginger Kaserne Plätze für 100 Flüchtlinge entstehen. Die Gemeinde Bleiburg wehrt sich in einer Resolution dagegen, da bereits 46 Flüchtlinge beherbergt werden. Argumentiert wird auch mit der Widmung des Areals, das eine Nutzung als Asylquartier nicht zulasse. Auch Landeschef Peter Kaiser hält nichts von diesem Plan: Traumatisierte Menschen in Kasernen unterzubringen, sei ein "moralisch und gesundheitliches Problem".

Die FP wirft Kaiser vor, "unglaubwürdig" zu sein, wehrt sich gegen Wohncontainer für Flüchtlinge am Kasernenareal in Villach und will generell alle Bootsflüchtlinge ins Ausgangsland zurückschicken. Das BZÖ sieht eine Asyl-Erstabklärung binnen 72 Stunden als Lösung für die Flüchtlings-Platznot in Kärnten.

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