KI-Auswertung

In Wien versteckt sich Platz für 28.500 Wohnungen

Wien
21.05.2026 19:00

Nachverdichtung statt großer Neubauten – diese Strategie heftet sich auch das Wiener Rathaus in der weiter wachsenden Stadt auf die Fahnen. Computer-Berechnungen wollen gewaltiges Potenzial dafür entdeckt haben, das das knappe Immobilien-Angebot erweitern und damit hohe Preise drücken könnte.

In Wien gibt es ungenutztes Bauland im Ausmaß von 1,29 Quadratkilometern, also mehr als die Fläche der gesamten Josefstadt. Damit wäre Platz für 28.500 neue Wohnungen mitten im Stadtgebiet, ohne die Umwidmung von Grün- oder Ackerflächen. Das behauptet das Wiener Technologie-Startup Propcorn AI, das sich auf computergestützte Dienstleistungen im Immobiliensektor spezialisiert hat.

„Enormer Schatz an Baulücken ungenutzt“
Propcorn-AI-Chef Niki Stadler sieht die Platznot in Wien als „Mythos“: „Während oft argumentiert wird, es gäbe im innerstädtischen Bereich kaum noch Platz für neuen Wohnbau, beweisen unsere Daten das Gegenteil. Diese Grundstücke verfügen bereits über entsprechende Bebauungspläne und sind sofort bebaubar. Sie müssen nicht erst aufwendig umgewidmet werden – sie müssen aktiviert und bebaut werden.“

Wiener Wohnen widmet sich zusehends Baulücken, zuletzt etwa in der Liesinger Gregorygasse. Es ...
Wiener Wohnen widmet sich zusehends Baulücken, zuletzt etwa in der Liesinger Gregorygasse. Es gäbe noch viel mehr derartige Möglichkeiten, sagt Propcorn AI.(Bild: Martin A. Jöchl)

Die Firma verspricht, dass das Immobilienpotenzial ohne das Opfern von Grün- und Freiräumen zu heben wäre: Die Berechnung beschäftigte sich nur mit Bauland-gewidmeten Flächen. Kleingartensiedlungen, Sport- und Spielplätze sowie Parks wurden zusätzlich ausgenommen. Die Daten wären laut Stadler nicht nur für den privaten Immobiliensektor interessant: „Quer durch alle Eigentümerstrukturen“ bleibe in Wien ein „enormer Schatz an komplett leeren Baulücken ungenutzt“.

Wie knapp das Angebot auf dem Wiener Wohnungsmarkt ist, illustriert auch die neue Mietpreis-Analyse der Plattform ImmoScout24. Demnach sind die Mieten innerhalb eines Jahres um weitere zehn Prozent gestiegen und liegen jetzt bei 22,45 Euro pro Quadratmeter im Wiener Durchschnitt. Damit wird Wien bald zum teuersten Pflaster von ganz Österreich, denn in Innsbruck als traditionellem Spitzenreiter sind die Preise im Jahresvergleich zuletzt um sechs Prozent gesunken.

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