06.03.2015 15:59 |

Bettlerburg geräumt

14 Personen mussten alte Kaserne verlassen

Polizisten mit Streifenwagen und Hunden sowie das Ordnungsamt waren Freitag im Einsatz, um die Klagenfurter Bettlerburg zu räumen. Wochenlang hatten hier, wie berichtet, Menschen unter ärgsten hygienischen Verhältnissen gehaust. 14 Rumänen mussten, so Stadtpolizeichef Eugen Schluga, die alte Kaserne räumen.

Gegen 6 Uhr Früh wurden die Bettler aus ihren Nachtlagern gerissen. Es hieß zusammenpacken und raus! "Weg, weg! Wir nix bleiben dürfen", stammelte ein Rumäne, nachdem er das unter Denkmalschutz stehende Areal durch ein Loch im Zaun verlassen hatte und dann mit seinen Landsleuten die Feldkirchner Straße stadteinwärts schlenderte. Zuvor hatte die Polizei die Bettler überprüft. "Wir haben dafür eine spezielle Truppe, welche diese Fremden kontrolliert", erklärt Polizeikommandant Eugen Schluga.

Bußgeld mussten die Betroffenen keines bezahlen. Das droht ihnen erst, wenn sie erneut in Klagenfurt aufgegriffen werden. Eine  Strafverfügung kann ihnen ja mangels Wohnort nicht zugestellt werden. "Der Eigentümer des Areals muss jetzt für die Reinigung sorgen. Wenn man so etwas gesehen hat, ist man fertig. Alles ist  zu gemüllt und voller Kot", schildert Wilfried Kammerer vom Ordnungsamt.

Bürgermeister Christian Scheider hat  seine Ankündigung umgesetzt und aufräumen lassen. Angesichts der Umstände ist aber für viele Klagenfurter unklar, warum sich Scheider im Vorjahr gegen ein Caritas-Projekt gestellt hat, das  Bettlern ein Nachtlager geboten hätte.

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