Mi, 20. Juni 2018

Hypo-Fiasko

05.03.2015 18:11

Landesweiter Abwehrkampf gegen die Pleite

Die Regierung, die Sozialpartner, Juristen und Wirtschaftsexperten sollen jetzt in einem landesweiten Abwehrkampf und Schulterschluss das allerschlimmste Szenario des Heta/Hypo-Milliardenfiaskos abwenden: die Pleite Kärntens! Mit verheerenden Folgen für das Land und seine Menschen.

Die akuteste Bedrohung liefert eine 99-Millionen-Haftung im Zuge des Hypo-Verbundes. Aber: Erster Haftungsträger ist nicht das Land, es sind die Mitglieder der österreichischen Pfandbriefstelle, und damit droht der Anadi Bank (Nachfolgeinstitut der Hypo) die Zahlung. Daher fasste die Landesregierung den Beschluss, für die Summe aufzukommen, sollte die Anadi Bank nicht zahlen können.

"Kindergärten und Spitäler schützen"
Dann gibt es noch Haftungen aus der Hypo-Katastrophe, die das Landesbudget (2,2 Milliarden Euro) um das Fünf- bis Sechsfache überschreiten. Hier versucht LH Peter Kaiser den Schulterschluss mit den Oppositionsparteien und den Sozialpartnern. Kaiser: "Szenarien bis hin zur Insolvenz bedrohen unser Land!"

Daher soll ein Krisenteam alle Varianten durchspielen. Kaiser, Finanzreferentin Gaby Schaunig, die Landesräte Christian Benger und Rolf Holub in düsteren Ausblicken: "Wir müssen Kindergärten, Schulen und Spitäler schützen!"

Für die Opposition fordern die Landesräte Gerhard Köfer und Christian Ragger volle Transparenz. Wobei sich Köfer gegenüber Finanzminister Hans-Jörg Schelling im Ton vergriff: Er bezeichnete ihn als "gevieften Teppichhändler".

Unter dem Strich: Die Suche nach einem Ende mit Schrecken geht weiter.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.