Mi, 18. Juli 2018

Spaniens Polizei:

07.02.2015 16:27

Bis zu 100.000 "Dschihad-Touristen" aus der EU

Geht es nach Schätzungen der spanischen Polizei, dann ist die Zahl der Dschihadisten aus der Europäischen Union, die sich im irakisch-syrischen Kriegsgebiet Terrorgruppen angeschlossen haben, deutlich höher als bislang vermutet. Sie beträgt demnach 30.000 bis 100.000 Personen. Bislang war in Geheimdienstberichten nur von 4.000 "Dschihad-Touristen" aus Europa die Rede gewesen.

Bei der Rückkehr der radikalen Islamisten nach Europa werde häufig die Hilfe von Schleuserbanden in Anspruch genommen, wie es in einer Studie der "Policia Nacional" heißt, die am Samstag in Auszügen von der Zeitung "El Pais" veröffentlicht wurde.

Zahlreiche Fälle von gefälschten Papieren
"Den Ex-Kämpfern wird die Einreise mit falschen Papieren ermöglicht", zitiert das Blatt aus dem Bericht. Die Rückkehrer würden sich unter Flüchtlingen verstecken. Die Schleuserbanden benutzen laut dem Bericht vor allem das spanische Territorium, um ihre Auftraggeber von dort aus nach Zentraleuropa zu bringen.

Mehrere Rückkehrrouten für Ex-IS-Kämpfer
Im Bericht über Schleuserbanden, der vor den Pariser Anschlägen vom Jänner erarbeitet worden sei, heißt es, es gebe für Ex-Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat mehrere Rückkehrrouten, darunter eine über die spanische Nordafrika-Exklave Melilla sowie eine südamerikanische mit Zwischenstopps vor allem in Brasilien, Venezuela und Peru. Bei der Melilla-Route seien zuletzt "zahlreiche Fälle von gefälschten Visa aus Deutschland" registriert worden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.