Traurige Bilanz

Schon 23 Menschen starben heuer auf Tirols Straßen

Tirol
08.11.2026 06:00

Besonders Motorradfahrer zahlen auf den heimischen Straßen einen hohen Preis: Sieben Biker kamen in diesem Jahr in Tirol bereits ums Leben. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) fordert etwa niedrigere Tempolimits.

Die Zahlen gehen unter die Haut: Seit Jahresbeginn haben in Tirol bereits 23 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben verloren. Sieben Todesopfer waren Biker, sechs Menschen starben als Insassen von Pkw. Zudem musste um fünf Rad- bzw. E-Bike-Fahrer getrauert werden. Seit dem Jahr 2000 sind es bereits unglaubliche 1345 Menschen, die auf Tirols Straßen starben – dies entspricht etwa der Einwohnerzahl von Gries am Brenner!

Es lebt die Hoffnung auf einen traurigen Tiefststand
Immerhin gibt es einen kleinen Lichtblick: Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Verkehrstoten gesunken. Noch könnte Tirol heuer sogar die niedrigste Opferzahl seit Beginn der Unfallstatistik erreichen. Der bisherige Tiefstwert stammt aus dem Corona-Jahr 2020: Damals gab es in Tirol 26 Tote.

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Wichtig ist, die Zahl der schweren Unfälle etwa durch niedrigere Tempolimits weiter zu reduzieren. Geringere Geschwindigkeiten bedeuten kürzere Anhaltewege. 

VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk

Doch Entwarnung gibt es keine. „Wichtig ist, die Zahl der schweren Unfälle weiter zu reduzieren und damit Menschenleben zu retten“, meint VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk. Der VCÖ sieht vor allem bei Geschwindigkeit, Aufmerksamkeit und Infrastruktur Handlungsbedarf. Drastisch ist der Vergleich auf Freilandstraßen: Ein Pkw, der bei Tempo 80 einen Anhalteweg von 51 Metern hat, steht mit Tempo 100 erst nach 74 Metern und ist nach 51 Metern noch mit einer Geschwindigkeit von 66 km/h unterwegs.

Gefordert werden daher unter anderem niedrigere Tempolimits, mehr Radarkontrollen und Section Control auf gefährlichen Strecken. Für Radfahrer sollen baulich getrennte Radwege mehr Sicherheit bringen. Im Ortsgebiet spricht sich der VCÖ zudem für Tempo 30 in Wohngebieten sowie rund um Schulen und Seniorenheime aus.

Österreichweit kamen heuer übrigens bereits 304 Menschen im Straßenverkehr ums Leben.

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