Es war ein Vorzeigeprojekt der Stadt Graz: Bis zu 15 pflegende Angehörige wurden angestellt und konnten sich so in Vollzeit um ihre Lieben kümmern. Nun ist aus Spargründen Schluss. Die SPÖ kritisiert die Kommunisten scharf.
Drei Jahre lang waren in Graz bis zu 15 pflegende Angehörige direkt bei der Stadt angestellt. Nun muss das Projekt, das einst auf Initiative der SPÖ aus dem Burgenland übernommen worden ist, aus Spargründen mit Jahresende eingestellt.
Für heftige Kritik sorgt das bei den Sozialdemokratien: „Wir fordern, die Einstellung sofort zurückzunehmen, die Finanzierung für 2027 sicherzustellen und die bestehenden Anstellungsverhältnisse fortzuführen“, sagt Gemeinderat Patrick Trabi. „Die Stadt muss zu ihrer Verantwortung stehen, statt jene im Stich zu lassen, die täglich einen unverzichtbaren Beitrag leisten.“
Wir fordern, die Einstellung sofort zurückzunehmen und die Finanzierung für 2027 sicherzustellen.
SPÖ-Gemeinderat Patrick Trabi
Widersprüche bei den Kommunisten
Landtagsklubobmann Hannes Schwarz sieht ein widersprüchliches Verhalten der KPÖ, die ja mit Robert Krotzer den zuständigen Stadtrat stellt: „Im Landtag fordert die KPÖ regelmäßig bessere Bedingungen in der Pflege. Wenn sie aber selbst Verantwortung trägt, wird ausgerechnet bei einem so wichtigen Unterstützungsprojekt der Sparstift angesetzt.“
Schwarz nimmt aber auch die FPÖ auf Landesebene ins Visier: „Im Wahlkampf wurden große Versprechen für die Pflege gemacht. Jetzt, wo es darum geht, tatsächlich Geld in die Hand zu nehmen und ein wichtiges Projekt für pflegende Angehörige abzusichern, bleibt die FPÖ untätig.“ Die Landesregierung hat sich ja nie dazu durchgerungen, das Grazer Projekt mitzufinanzieren oder gar steiermarkweit auszurollen.
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