Keine UEFA-Spiele

Wunderkind zu Real: „Versaut“ ihm United den Deal?

Premier League
07.11.2026 11:41
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Der Wechsel an sich dürfte unter Dach und Fach sein – weil aber Manchester United sich bockig gibt, könnte der Transfer von Wunderkind JJ Gabriel zu Real Madrid noch ein holpriges Unterfangen werden. Kommt‘s gar zu einer Blockade?

Hintergrund: JJ Gabriel, 16-jähriges Supertalent in Diensten von Manchester United, wird im Jänner zu Real Madrid wechseln. Das gilt als (so gut wie) fix. Der Youngster trainiert aktuell schon in Madrid, laut Medienberichten zweimal pro Tag.

United will sich aber wohl noch nicht vollends geschlagen geben. Oder Gabriel und dessen neuen Arbeitgeber zumindest das Leben ein bisserl schwerer machen. So heißt es, United wolle Gabriels Einsätze in der UEFA Youth League blockieren. Das ginge, weil er für diesen Wettbewerb aktuell tatsächlich für Manchester registriert ist. Bei seinem Debüt in der europäischen Nachwuchsliga erzielte er gleich einmal einen Hattrick – für United.

Laut Madrider Plänen soll er ähnliche Taten ab Jänner im Trikot der Königlichen vollbringen. Real will Gabriel wohl zunächst in der Zweier-Mannschaft aufbauen und ihn in Diensten dieser in der Youth League zangeln, zaubern und treffen sehen. Theoretisch nachvollziehbar. United müsste aber mitspielen und die Registrierung deaktivieren.

Nur 300.000 Euro
Und die Lust, das zu tun, scheint sich in Grenzen zu halten. Zumal der englische Traditionsverein mit gebrochenen Versprechen Gabriels argumentiert und er durch den Wechsel zu Real mit einer verhältnismäßig mickrigen Ausbildungsentschädigung über 300.000 Euro abgespeist wird. Die Hoffnung der Engländer wäre freilich gewesen, Gabriel beim Klub zu halten oder – wenn er schon das Weite sucht – zumindest fette Ablöse zu kassieren.

Die Ablösesumme wäre bei einem Wechsel innerhalb der Premier League deutlich höher ausgefallen, weil sie laut Reglement Verhandlungen zwischen den Vereinen verlangen und nicht mit Fixsummen besiegelt sind. Manchester United hätte bei einem Wechsel im Inland mit einer Summe von mehr als drei Millionen Pfund gerechnet. Zudem hätte sich der Klub eine Beteiligung von 20 Prozent bei einem Weiterverkauf gesichert. Das ist hinfällig. Irgendwie auch verständlich, dass der Verein verstimmt ist. 

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