Nach einem respektablen Saisonstart kam die Lustenauer Austria in der Liga zuletzt ein wenig ins Straucheln. Nach dem Derbysieg gegen Altach setzte es in den vergangenen vier Spielen, ebenso viele Niederlagen. Doch damit soll heute (17) im Heimspiel gegen den GAK Schluss sein. Allerdings ist man gewarnt – gegen die Grazer wird es richtig hart...
Der GAK hat sich in dieser Saison den unrühmlichen Ruf einer „Treter-Truppe“ erarbeitet. Das zeigen auch die 28 Gelben Karten, die die Rotjacken bereits erhalten haben. Das ist Liga-Höchstwert. Mit Sturm-Graz-Keeper Khudyakov und Hartberg-Spieler Komposch gab es bereits zwei Opfer der aggressiven Spielweise. Beide erlitten nach (über-)harten Zweikämpfen Beinbrüche und fallen lange aus.
Was Hartberg-Trainer Markus Schopp insofern auf die Palme brachte, als dass er ein rigoroses Einschreiten der Schiedsrichter forderte. Doch GAK-Trainer Gerald Scheiblehner will das so nicht stehen lassen. „Es ist niemals unsere Absicht, gegnerische Spieler zu verletzen. Die Situationen waren einfach unglücklich.“

Hoffnung ruht auch auf Schiri Greinecker
Bereits beim Auftritt in Altach fiel der GAK durch seine äußerst rustikale Spielweise auf, die aber zum Großteil ungeahndet blieb. Eine kleine Hoffnung: Das heutige Duell in Lustenau wird von Markus Greinecker geleitet. Der 32-jährige Oberösterreicher pfiff in dieser Saison sieben Erst- bzw. Zweitliga-Spiele sowie zwei ÖFB-Cuppartien und zückte dabei zweimal Rot, dreimal Gelb-Rot sowie 53-mal Gelb.
Zu zahme Lustenauer
Egal, wie aggressiv die Grazer heute auftreten, einschüchtern darf und will sich die Austria auf keinen Fall lassen. Denn zu viel steht auf dem Spiel. „Wir werden uns gegen den GAK zu wehren wissen und richtig in die Zweikämpfe gehen. Es gilt von Anfang an dagegenzuhalten und auch einmal eklige Fouls zu machen“, gibt Trainer Markus Mader das Kommando vor. „Was beim GAK etwas zu viel ist, ist es bei uns zu wenig“, verweist der Lustenau-Coach etwa auf das fehlende Zweikampfverhalten bei der 1:5-Niederlage in Salzburg. „Die Spieler wissen das auch.“ Auch Torhüter Dominik Schierl macht sich keine Sorgen über die Aggressivität des Gegners. „Mit mir macht das gar nichts. Ich gehe in das Spiel rein wie immer.“
Niederlage wäre fatal
Sportlich darf die Austria im Heimspiel gegen einen direkten Gegner auf keinen Fall einen Beinbruch erleiden. Eine weitere Niederlage – es wäre die fünfte in Folge – wäre ein herber Rückschlag. Noch dazu, da es danach wieder die Länderspielpause gibt. Seit dem 2:0-Heimsieg gegen Altach Mitte September hat Lustenau in der Liga nicht mehr angeschrieben. Der 3:2-Sieg im Cup gegen Sturm soll heute als Vorbild dienen.
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