Nach Anrainerbeschwerden über schwarz-glänzenden Staub und zu viel Schmutz im Leobner Stadtteil Donawitz hat die Bezirkshauptmannschaft ein Gutachten in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Die Feinstaubwerte passen, jene beim Staub nicht. Sofortmaßnahmen sind notwendig.
Die Untersuchung wurde vom Landesreferat Luftreinhaltung (Abteilung 15) durchgeführt. Das Ergebnis: Die Feinstaub-Werte im Umfeld des Voestalpine-Stahlwerks liegen unterhalb der Grenzwerte – teils sogar deutlich. Sogar jene strengen EU-Vorgaben, die ab 2030 gelten, werden bereits unterschritten. Zudem werden die Grenzwerte der Schwermetall-Konzentration wie Blei und Kadmium im Staubniederschlag jeweils klar eingehalten. Fazit der Experten: Es besteht keine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung.
Bei gröberen Staubpartikeln (auch Staubniederschlag genannt) werden hingegen an mehreren Messpunkten in Donawitz laufend Überschreitungen gemessen, die Werte nahmen an drei Messstellen sogar signifikant zu. Aktuell sind sie allerdings niedriger als noch im Frühjahr und Sommer.
Voestalpine ist nun gefordert
Eine Ursache sind laut Gutachten die extreme Trockenheit und damit verbundene Staubaufwirbelungen durch Schwerverkehr. Straßen sollen daher ab sofort intensiver gereinigt werden. Aber auch das Unternehmen Voestalpine soll Maßnahmen setzen, um festzustellen, woher die Staubpartikel konkret stammen.
Leobnens Bezirkshauptmann Markus Kraxner: „Wir befinden uns in einem konstruktiven Austausch mit dem betroffenen Unternehmen. Auf Basis der Untersuchungen können nun weitere Schritte gesetzt werden, um die Ursache der Staubbelastung festzustellen. Ziel muss es sein, dass künftig alle Grenzwerte eingehalten werden.“
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