Nachdem Wolfgang Mayer mit zwei Abweichlern in der Koalition gewählt wurde, setzt sich der ÖVP-FPÖ-Streit in Salzburgs Dörfern fort. Bei einigen Gemeindevertretern besteht offenbar mehr Redebedarf als bei der Parteispitze der ÖVP.
Die verunglückte Wahl von Wolfgang Mayer zum Landeshauptfrau-Stellvertreter von Karoline Edtstadler hängt der ÖVP immer noch nach. Dabei möchte die Führungsriege zur Causa gar nichts mehr sagen. Für die Parteibasis gilt das offenbar nicht. Denn in manchen Gemeinden wurden FPÖ-Abgeordnete von ÖVP-Kollegen verbal angegangen, warum die FPÖ bei der Mayer-Wahl nicht mitgestimmt habe.
Zur Erinnerung: Zwei Mandatare aus der schwarz-blauen Koalition haben ÖVP-Mann Mayer nicht gewählt. Für eine Mehrheit reichte es zwar trotzdem, allerdings ist immer noch unklar, in welchen Reihen die Abweichler waren. Die FPÖ beteuert, dass sie geschlossen für Mayer gestimmt habe. Notfalls könne man das auch beweisen. Den Vorwurf, einen Koalitionsbruch begangen zu haben, will Parteichefin Marlene Svazek nicht auf sich sitzen lassen.
„Wenn unsere Leute jetzt deshalb angegangen werden, ist das echt schwierig. Es ist in Ordnung, wenn die ÖVP jetzt dazu nichts mehr sagen will. Aber ich stelle mich klar vor unsere Abgeordneten. Als ÖVP-Funktionär würde ich mich derzeit in Zurückhaltung üben“, stellt Svazek gegenüber der „Krone“ klar.
Schon am Mittwochabend nach der Landtagssitzung sollen FPÖ-Mandatare mit Vorwürfen konfrontiert worden sein. Die ÖVP-Spitze will das Thema so schnell wie möglich beenden und hält sich mit Schuldzuweisungen neuerdings zurück. „Niemand macht irgendwem einen Vorwurf“, ist das einzige, was man aus dem Umfeld der Landeshauptfrau aktuell zu hören bekommt.
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