Die FPÖ will nach der Wahl von Wolfgang Mayer zum Landeshauptfrau-Stellvertreter von Karoline Edtstadler den Vorwurf der ÖVP eines Koalitionsbruch nicht auf sich sitzen lassen. Zwei von 22 Abgeordneten von ÖVP und FPÖ hatten nicht für den Landesrat gestimmt.
Auch am Tag nach der folgenschweren Wahl von Wolfgang Mayer (ÖVP) zum Stellvertreter von Landeshauptfrau Karoline Edtstadler gingen in der schwarz-blauen Koalition die Wogen hoch. Nach wie vor ist unklar, welche beiden der 22 Abgeordneten von ÖVP und FPÖ nicht für Mayer gestimmt haben.
Die ÖVP möchte so schnell wie möglich zur Tagesordnung übergehen. Edtstadler äußert sich nicht selbst zur Causa prima. „Wir blicken nach vorne. Das ist keine Belastung für die Koalition, es ist für uns kein Thema mehr“, heißt es aus ihrem Büro. FPÖ-Chefin Marlene Svazek bekräftigt dagegen noch einmal, dass es sicher keinen Koalitionsbruch ihrer Partei gegeben hat. Wolfgang Mayer habe sämtliche Stimmen der FPÖ erhalten.
„Direkt oder indirekt einen Koalitionsbruch in den Raum zu stellen, ist ein schwerwiegender Vorwurf. Bei allem Verständnis für die offenkundig herausfordernde Situation der ÖVP kann man das nicht dem Koalitionspartner umhängen“, hält Svazek fest. Sie bestätigt jetzt, dass die FPÖ-Abgeordneten bei der Wahl geschlossen einen lila Fineliner verwendet hätten. Damit ließe sich das Abstimmungsverhalten beweisen.
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