Auch Wien betroffen

Bombendrohungen gegen Flüge waren nicht echt

Wien
06.11.2026 11:17
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am Donnerstag waren an den Flughafen Wien in Schwechat Droh-E-Mails gesendet worden. Zudem waren gegen mehrere Flüge quer durch Europa Bombendrohungen ausgesprochen worden. Bisher erwies sich keine Drohung als echt, wie erste Ermittlungen ergaben.

Wie berichtet, gingen am Wiener Flughafen per E-Mail Drohungen gegen vier Flüge ein. Ein Airbus A321 der Wizz Air, der von Mailand-Malpensa nach Warschau unterwegs war, musste nach einer weiteren Drohung in Wien zwischenlanden. Nach der Landung am Flughafen Wien wurden keine verdächtigen Gegenstände gefunden, die Maschine verließ den Airport noch in den Vormittagsstunden wieder.

Laut der finnischen Fluggesellschaft Finnair gab es auch eine Bombendrohung gegen einen ihrer Flüge von Helsinki nach Wien. Der Flug wurde von der Linie Jettime durchgeführt und landete planmäßig in Wien. Generell sei der laufende Flugbetrieb aber nicht beeinträchtigt, hieß es vom Flughafen Wien.

Keine Sprengsätze gefunden
Insgesamt waren am Donnerstag etwa 20 Flüge von Drohungen betroffen. Mehrere Maschinen wurden umgeleitet oder von Militärflugzeugen eskortiert. Die Drohungen richteten sich nach Angaben von Behörden und Fluggesellschaften diesmal vor allem gegen Flüge von und nach Italien, Bulgarien und Tschechien, unter anderem von Fluggesellschaften wie Ryanair, Finnair, Wizz Air und Aer Lingus. Alle Flugzeuge konnten sicher landen, Sprengsätze wurden nicht gefunden.

Steckt Gruppe Männerstaat dahinter?
In einer Nachricht, die an mehrere E-Mail-Adressen des Flughafens von Sofia geschickt wurde, heißt es, es seien Sprengkörper auf mehreren Flügen und im Flughafen platziert worden. „Wir, die Kämpfer des Männerstaats, werden mit unseren heutigen Taten in die Geschichte eingehen. Euer feministisches Regime wird sich für immer daran erinnern“, ist darin zu lesen. Auch in Rom eingegangene E-Mails in schlechtem Italienisch waren von angeblichen Kämpfern des Männerstaats. Männerstaat nennt sich eine rechtsextreme und antifeministische Gruppe aus Russland. Sie hat Tausende Mitglieder, ist auf die Überwachung geheimer russischer Aktivitäten spezialisiert und unterstützt den Krieg gegen die Ukraine. Zunächst konnte nicht verifiziert werden, ob sie tatsächlich hinter den E-Mails steckt.

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