Bruch im September

Jesus bedauert CR7-Rücktritt – und hängt Bild auf

Fußball International
06.11.2026 11:21
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Gut einen Monat nach dem Zerwürfnis mit Cristiano Ronaldo bedauert Portugals Fußball-Teamchef Jorge Jesus dessen Rücktritt. Er hätte den 41-jährigen Star gerne weiter im Team gehabt. Dem portugiesischen Sender Canal 11 sagte Jesus am Donnerstag, er habe mit Ronaldo schon vor seinem ersten Aufgebot über dessen Zukunft gesprochen. Damals habe er ihn gebeten, „an meiner Seite weiterzumachen, weil ich ihn in meiner Nähe brauchte“. Nun müsse er Ronaldos Rücktritt akzeptieren.

Es gebe kein Zurück, doch Ronaldo werde immer ein Bezugspunkt für den portugiesischen Fußball sein. Zum Bruch war es Ende September gekommen. Beim 2:1 in der Nations League in Norwegen ließ Jesus den Rekordtorschützen auf der Bank. Als Ronaldo vier Tage später auch gegen Dänemark nicht von Beginn weg spielen sollte, verließ er über Nacht das Teamquartier in Kopenhagen und flog nach Madrid. Später erhob er Vorwürfe gegen den Trainer, mit dem er zuvor bei Al-Nassr in Saudi-Arabien zusammengearbeitet hatte. Ronaldo entschuldigte sich, Verbandspräsident Pedro Proença versuchte zu vermitteln.

Am Donnerstag gab Ronaldo nach 23 Jahren im Nationalteam, 234 Länderspielen, 146 Toren und dem EM-Titel 2016 in einem Video auf Instagram seinen Rücktritt bekannt. Trotz des Zerwürfnisses sieht Jesus in Ronaldo ein Vorbild für die nächste Generation. „Im Auditorium habe ich ein großes Bild von ihm aufhängen lassen, damit alle jungen Spieler und Kollegen ihn dort als Vorbild vor Augen haben“, sagte er bei Canal 11.

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