Die Betreiber der Waldviertler Werkstätten in Schrems (NÖ) wurden zu Betrugsopfern. Über Jahre hinweg soll ein kaufmännischer Mitarbeiter Gelder abgezweigt haben. Dabei griff er tief in die kriminelle Trickkiste.
Der ehemalige Mitarbeiter des Waldviertler Schuhunternehmens im Bezirk Gmünd soll ab Anfang 2025 Gelder stornierter Onlinebestellungen auf sein eigenes Konto überwiesen haben. Laut „Kurier“ sollen Mitte September bei betriebsinternen Untersuchungen die Unstimmigkeiten im Zahlungsverkehr aufgefallen sein – bei der Überprüfung kamen haufenweise solcher „Kunden-Rückzahlungen“ ans Licht.
Die Waldviertler Werkstätten zogen umgehend die Reißleine, kündigten den Mitarbeiter und erstatteten Anzeige. Das Landeskriminalamt Niederösterreich hat mittlerweile die Ermittlungen übernommen.
Facebook-Werbung brachte Fall ins Rollen
Die Betrugsmasche blieb im heimischen Schuhunternehmen von Heini Staudinger lange unentdeckt. Über einen längeren Zeitraum seien kleinere Beträge abgezweigt worden – „versteckt und kaum zu erkennen“, wie es aus dem Unternehmen heißt. Erst als auf Facebook Werbeeinschaltungen für einen Online-Flohmarkt gebucht wurden, dieser aber wenig Umsätze brachte, wurde man skeptisch.
Betrüger sitzt in U-Haft
Laut „Kurier“ stellten Geschäftsführer Paul Tritscher und Vertriebsleiter Hans Schwar bei einer Überprüfung schließlich fest, dass die Werbung gar nicht geschaltet worden war. Denn das Konto war wegen verdächtiger Vorgänge gesperrt worden. Der mutmaßliche Betrüger sitzt aufgrund der Schadenshöhe derzeit in U-Haft. Das Unternehmen hofft auf Schadenswiedergutmachung.
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