Wer das wohl war? Die Mauer einer Favoritener Mittelschule wurde folgendermaßen beschmiert: „Teroanschlag am Mittwoh, ALLAH“. Übrigens, genauso geschrieben. Die Polizei ermittelt nun. Nachhause geschickt wurde niemand. Die Terrorbedrohung dürfte demnach eher niedrig sein.
Trotzdem bleibt eine gewisse Verunsicherung bei vielen Schülern, Eltern und Lehrern zurück. Selbst an meiner Schule war der angedrohte Terror bei einigen Kindern Thema. Nicht verwunderlich. Erstens besuchen Geschwister die betroffene Mittelschule. Zweitens verbreiten sich solche Nachrichten unter Eltern recht rasch. Doch auch eine Kollegin und ich haben uns intensiv darüber unterhalten.
Am Mittwochnachmittag wollten wir nämlich das Schulhaus verlassen. Drei grölende Männer, die gegen unsere Eingangstür trommelten, hielten uns davon ab. Unser Schulwart – schnell zur Stelle – hätte die Polizei geholt, wären die drei nicht davongelaufen. „Geht‘s besser hinten raus“, empfahl er uns.
Eine gedrückte Stimmung machte sich auf dem Weg zur U-Bahn breit. „Angst habe ich keine, aber verunsichert wird man schon. Schmierereien über Terror, aggressive Männer.“ Meine Kollegin und ich waren froh, woanders zu wohnen.
Eltern, deren Kinder in so einer Umgebung aufwachsen, sind wahrscheinlich mehr als nur verunsichert. Sie haben zunehmend größere Angst. Die ist nicht unbegründet.
Wer das belächelt, kann seine Abendspaziergänge in Zukunft gerne durch Favoriten machen.
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