Experten warnen

Elf Alkohol-Irrtümer und die teils fatalen Folgen

Tirol
06.11.2026 08:00

Angesichts der startenden Weihnachtsmarktsaison warnt das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) vor Alkohol im Straßenverkehr. Bei Alkoholunfällen werden in Österreich pro Jahr durchschnittlich 3354 Menschen im Straßenverkehr verletzt und 30 getötet. 

„Bitte setzen Sie sich im alkoholisierten Zustand nicht ans Steuer. Bereits bei 0,5 Promille verdoppelt sich das Unfallrisiko im Vergleich zum nüchternen Zustand“, sagt Klaus Robatsch, der Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV.

Diese elf Irrtümer sollte man beim Alkoholkonsum nicht begehen:
  • „Ich lenke das Auto eh nur beim Hinfahren“: Wer am Weihnachtsmarkt Alkohol trinken möchte, sollte das Auto am besten gleich zu Hause lassen.
  • Versuchen Sie niemals, sich an die gerade noch erlaubte Promillegrenze heranzutrinken.
  • Lassen Sie sich nicht zum Alkoholkonsum überreden und drängen Sie auch andere nicht dazu.
  • Essen kann die Aufnahme von Alkohol im Blut verzögern, verhindert sie aber nicht.
  • Das subjektive Empfinden ist kein Maßstab für die Fahrtüchtigkeit.
  • Kaffee, kaltes Wasser oder frische Luft beschleunigen die notwendige Zeit für den Alkoholabbau nicht.
  • Verlässliche Berechnungen, wann man wieder unter einem bestimmten Promillewert liegt, sind kaum möglich.
  • „Dann fahre ich eben mit dem E-Scooter oder Fahrrad heim“: Auch bei E-Scootern und Fahrrädern erhöht Alkohol die Unfallgefahr deutlich.
  • Auch zu Fuß erhöht Alkohol das Unfallrisiko. Besonders bei Dunkelheit, mieser Sicht oder Glatteis.
  • Nach ausgiebigem Alkoholkonsum kann auch am nächsten Morgen noch Restalkohol im Blut vorhanden sein. Schlaf oder eine kalte Dusche beschleunigen den Alkoholabbau nicht.
  • „Man wird eh nicht kontrolliert“: Stimmt gar nicht, denn die österreichische Polizei führt jährlich ca. 1,9 Millionen Alkotests durch – und in der Adventzeit besonders intensiv!

Tödliche Gefahr im Straßenverkehr
Denn das Fahren unter dem Einfluss von Alkohol ist kein Kavaliersdelikt, sondern hat fatale Folgen. So werden jedes Jahr durchschnittlich 30 Menschen bei Alkoholunfällen in Österreich getötet, 3354 kommen mit einer Verletzung davon.

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