Jahrelang wurde diskutiert, vertröstet und gewartet. Doch jetzt ist der Durchbruch geschafft: Die völlig veraltete Polizeiinspektion in Haid wird endlich erweitert und generalsaniert. Ansfeldens FP-Stadtchef Christian Partoll hatte immer wieder Druck gemacht, sogar bei den zuständigen Stellen in Wien. Nun sind die Verträge unterzeichnet, 2027 soll es losgehen.
Es ist eine Geschichte, die sich über mehr als ein Jahrzehnt zieht. Eine Geschichte von beengten Räumlichkeiten, veralteter Infrastruktur, unzähligen Gesprächen und immer neuen Verzögerungen. Die Polizeiinspektion Ansfelden, besser bekannt als Polizeiposten Haid, ist längst zu klein und entspricht schon seit Jahren nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Dienststelle. Doch während der Handlungsbedarf außer Streit stand, tat sich bei der Umsetzung lange Zeit herzlich wenig.
Jahrelanger Kampf um bessere Bedingungen
Immer wieder wurde auf die untragbaren Zustände aufmerksam gemacht, immer wieder eine Verbesserung gefordert. Auch Ansfeldens Bürgermeister Christian Partoll ließ bei diesem Thema nicht locker. Er führte Gespräche, intervenierte bei den zuständigen Bundesstellen und reiste dafür mehrfach nach Wien. Nun kann er endlich einen Erfolg vermelden: Die Verträge für die umfassende Erweiterung und Generalsanierung sind unterzeichnet. „Ich war unzählige Male in Wien, habe bei der Finanzprokuratur und den zuständigen Stellen Druck gemacht und immer wieder nachgehakt. Jetzt haben wir endlich den Durchbruch geschafft“, freut sich Partoll.
„Keine Besenkammer“ für Polizisten
Dass die Exekutivbeamten seit Jahren unter räumlich schwierigen Bedingungen ihren Dienst versehen müssen, stößt dem Stadtchef besonders sauer auf. Schließlich gehe es nicht nur um ein Gebäude, sondern auch um die Arbeitsbedingungen jener Menschen, die tagtäglich für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen. „Wer tagtäglich für unsere Sicherheit den Kopf hinhält, verdient auch die bestmögliche Infrastruktur und keine Besenkammer“, stellt Partoll klar.
Scharfe Kritik an den Bundesbehörden
Bei aller Freude über den Durchbruch bleibt beim Bürgermeister allerdings auch Ärger über die jahrelange Verzögerung. Denn erste Forderungen nach einer zeitgemäßen Dienststelle reichen bereits mehr als zehn Jahre zurück. Dass es derart lange gedauert hat, bis Bewegung in die Angelegenheit kam, kann Partoll nicht nachvollziehen. „Es ist ein Armutszeugnis, wenn ein derart wichtiges Sicherheitsprojekt über ein Jahrzehnt von den Bundesbehörden verschleppt wird. Offenbar braucht es massiven Druck, starke Beharrlichkeit und lästiges Dranbleiben aus den Gemeinden, damit sich in Wien überhaupt etwas bewegt“, kritisiert er.
2027 soll endlich gebaut werden
Nun müssen noch die letzten formalen Schritte erledigt werden. In den kommenden Gemeinderatssitzungen sollen die notwendigen Beschlüsse zur Auflösung beziehungsweise Anpassung bestehender Mietverträge gefasst werden. Der Start der Bauarbeiten ist für das kommende Jahr vorgesehen.
Für Partoll steht fest, dass nach der langen Vorgeschichte keine weitere Zeit verloren werden darf: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Die Verträge sind unterzeichnet, die nächsten Schritte werden rasch erledigt. Jetzt darf es keine weiteren Verzögerungen geben.“
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