Am 26. Juli 2025 machten fünf Pro-Palästina-Aktivsten mit einer Protestaktion bei der Eröffnungsfeier der Salzburger Festspiele Schlagzeilen. Einer wurde bereits im Mai verurteilt, für zwei andere endete die Aktion mit einer Geldbuße nach einer Verantwortungsübernahme. Doch zwei Frauen lehnten das Angebot der Justiz ab.
Fast eineinhalb Jahre sind vergangen, als eine Gruppe von Aktivisten die Bühne bei der Eröffnungsfeier der Salzburger Festspiele in der Felsenreitschule kaperte und mit Pro-Palästina-Plakaten politische Stimmung machte – und dabei die Rede des Vizekanzlers unterbrach. Die Störaktion löste österreichweit Aufregung aus, da den fünf Aktivisten der Zugang durch Zutrittskarten mit der Aufschrift „Salzburger Festspeiben“ statt Festspiele gelang. Zudem verkleideten sie sich als Bühnenarbeiter. Eine Ex-Mitarbeiterin soll geholfen haben. Doch was waren die Konsequenzen? Alle fünf wurden wegen Urkundenfälschung nach dem Paragraf 223 des Strafgesetzbuches angeklagt. Der erste Aktivist wurde Anfang Mai in Wien – auch wegen anderer Klima-Protestaktionen sowie wegen Sachbeschädigung – verurteilt: zu einer Geldstrafe in Höhe von 880 Euro.
Zwei Aktivisten zahlten, zwei nicht
Zwei weitere Aktivisten nahmen kürzlich das außergerichtliche Angebot einer Diversion der Behörden an: Sie zahlten 350 Euro Geldbuße samt 150 Euro Verfahrenskosten. Durch die Zahlung wurde das Strafverfahren ohne Verurteilung eingestellt. Ergo: Die beiden Aktivisten haben keine Vorstrafe im Strafregister.
Doch zwei weitere Aktivisten, zwei Frauen im Alter von 36 bzw. 57 Jahren, lehnten das Angebot ab: Sie bestreiten den Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Es wird daher im Bezirksgericht zu einem Prozess kommen. Ein Termin steht noch nicht fest, dürfte aber demnächst fixiert werden.
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