Ein Mietwagen ist kein Geschenk auf vier Rädern. Das schien einem 37 Jahre alten Rumänen allerdings nicht ganz klar zu sein, weshalb er sich am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch verantworten musste.
Statt den gemieteten VW Tayron pünktlich zurückzubringen, verschob der Rumäne die Rückgabe immer wieder. Als das Auto schließlich in einen Unfall verwickelt wurde, hatte er dafür eine kuriose Erklärung parat: Er habe die Autoschlüssel im Wagen liegengelassen – und plötzlich sei ein Fremder am Steuer gesessen, gab der 37-Jährige am Mittwoch vor dem Landesgericht Feldkirch zu Protokoll. Der Unbekannte soll dann mit dem Mietwagen davongefahren sein und zu allem Übel einen Unfall verursacht haben.
Munter mit dem Auto durch die Lande gefahren
Die Vorgeschichte: Bereits im Mai hätte der Angeklagte den Mietwagen in Vorarlberg zurückgeben müssen. Stattdessen fuhr er munter weiter. Er habe seine Tante besucht und den Rückgabetermin eben immer wieder verschoben, erklärte er Richter Dietmar Nußbaumer in der Verhandlung. Der Rumäne, der erst seit vier Monaten in Österreich lebt und sich als Barbetreiber selbstständig gemacht hat, bekannte sich zum Vorwurf der Veruntreuung schuldig. Für den Unfall wollte er allerdings nicht verantwortlich sein und beharrte auf seiner Version mit dem unbekannten Unfallverursacher.
Richter ermöglicht Diversion
Aufgrund seiner bisherigen Unbescholtenheit bot Richter Nußbaumer dem 37-Jährigen schließlich eine Diversion gegen Zahlung von 2000 Euro an. Sowohl der Angeklagte als auch Staatsanwalt Richard Gschwenter stimmten dem zu. Bezahlt der Mann die Geldbuße innerhalb von 14 Tagen, wird das Verfahren eingestellt. Ob er es schaffen wird, wenigstens diese Frist einzuhalten? Die Verwandtschaft im Zuschauerraum versicherte, dass man darauf achten werde, dass er die Rechnung pünktlich begleicht.
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