Er treibt eine Trafikantin in Linz zur Verzweiflung, macht aber ungeniert weiter. Offenbar, weil er weiß, dass ihm nicht beizukommen ist, wird ein Serieneinbrecher auch immer dreister. Nun duckt er sich nicht einmal mehr vor der Kamera weg und wurde beim neunten Coup gefilmt.
Stacheldraht hinhängen, vernageln, ein Gitter davor montieren – bei der Linzer Drive-in-Trafik von Elke H. (59) muss man sich um einen neuen Schutz umsehen. Denn jener Serieneinbrecher, der in der Nacht zum Dienstag zum bereits neunten Mal – in der Nacht davor war ein Coup offenbar misslungen – in den Container an der Industriezeile eingestiegen war, hat nun die Sicherheitseinrichtung ruiniert.
Das Rollo, das er immer wieder hochgeschoben hatte, um durch einen dadurch entstandenen kaum 20 Zentimeter hohen Schlitz zu schlüpfen, ist nun demoliert. Und es war der letzte Rollladen dieser Bauart, der aufzutreiben war.
Ein neues Gutachten könnte helfen
Offenbar ist der Gauner, der wegen einer psychischen Erkrankung als nicht zurechnungs- und damit nicht schuldfähig gilt und somit de facto tun und lassen kann, was er will, übermütig geworden. Nicht nur, dass er den Rollladen ruinierte, er fand es jetzt auch nicht mehr der Mühe wert, sich vor der Überwachungskamera – sie war wegen der mehrfachen Einbrüche montiert worden – zu verstecken. Er ist jetzt auf einem Video gut zu erkennen.
Ob das etwas daran ändert, dass man ihm rechtlich nichts anhaben kann, bis ein Gutachten eventuell etwas anders sagt, ist unklar. Die Trafikantin wartet indes auf den nächsten Coup.
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