Opfer ist verzweifelt

„Freibrief“ schützt Serieneinbrecher

Oberösterreich
01.11.2026 08:00

Acht Einbrüche in Folge in eine Linzer Trafik. Der Täter ist bekannt. Doch er ist offenbar juristisch unantastbar, hat einen „Freibrief“. Die betroffene Trafikantin ist nicht das einzige Opfer, doch ihr platzt an ihrem heutigen Geburtstag nun der Kragen. 

„So dumm kann er dann auch nicht sein. Denn er bewegt sich immer im toten Winkel der Kamera“ – die Linzer Trafikantin Elke H. war am Samstag, am Tag vor ihrem 59. Geburtstag, der Verzweiflung nahe. Zum achten Mal binnen sechs Wochen wurde in ihren Laden an der Linzer Industriezeile eingebrochen.

Nicht zurechnungs- und schuldfähig
Wieder war es derselbe Täter, und wieder blieb er auf freiem Fuß, obwohl die Ermittler dank DNA-Treffern schon wissen, wer es ist. Denn der Linzer hat einen „Freibrief“, gilt als nicht zurechnungs- und damit nicht schuldfähig. Auch in andere Firmen-Container in der Umgebung soll er schon eingestiegen sein.

Erst glaubte Chefin an einen Rechenfehler
„Er ist nicht ungeschickt, eine Weile war uns unklar, warum immer etwas Wechselgeld fehlte“, berichtet Elke H., dass man zuerst glaubte, dass man sich bei der Wechselgeldkasse verrechnet habe. Erst als einmal auch Kaffeekapseln und einige Zigaretten fehlten und man draufkam, dass offenbar das Rollo manipuliert war, wurde klar: Hier steigt regelmäßig wer ein.

Hier steigt der Einbrecher regelmäßig ein
Hier steigt der Einbrecher regelmäßig ein(Bild: Markus Schütz)

„Auch wenn die Beute nicht allzu hoch ist, zehrt das Ganze an den Nerven – und die Kosten für Kamera und das Herrichten der Sachschäden läppern sich zusammen“, fürchtet Elke H., dass sie an ihrem heutigen Geburtstag wieder eine böse Überraschung erleben muss.

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