Der Oktober war in Österreich wieder überdurchschnittlich warm und trocken. Es gab insgesamt sieben Sommertage, sprich Tage, an denen die Temperatur mindestens 25 Grad erreichte, wie die GeoSphere Austria mitteilte. Zum Vergleich: Im langjährigen Mittel sind es nur drei.
„Gemittelt über den gesamten Monat war er um ein Grad wärmer als das Klimamittel 1991 bis 2020“, sagte GeoSphere-Austria-Klimatologe Alexander Orlik. Die höchste Temperatur wurde am 1. Oktober in Wieselburg (Niederösterreich) mit 27,8 Grad auf 259 Metern Höhe gemessen. Der kälteste bewohnte Ort des Landes war Liebenau (Oberösterreich) auf 846 Meter Höhe, wo die Messstation am 23. Oktober minus acht Grad registrierte.
Das Land war im vergangenen Monat auch besonders sonnig. Im Flächenmittel schien die Sonne 137 Stunden und damit um 21 Stunden länger als das Klimamittel des Vergleichszeitraumes 1991 bis 2020. Deutlich öfter als sonst im Oktober schien die Sonne im Waldviertel und in Teilen des Weinviertels (Niederösterreich), in Teilen der Oststeiermark und im Burgenland.
In diesen Bundesländern regnete es besonders wenig
Gleichzeitig regnete es im Vormonat viel zu wenig. Laut den Fachleuten betrug das Niederschlagsdefizit 40 Prozent. In Wien und der Osthälfte Niederösterreichs fiel im vergangenen Monat um 50 bis 70 Prozent weniger Regen. Auch in Unterkärnten, in der Steiermark südlich der Enns und im Burgenland war das der Fall. Die größten Abweichungen zum Klimamittel traten von der Koralpe bis in das südliche Wiener Becken auf.
Seit Jahresbeginn fehlt ungefähr ein Drittel des Niederschlags. „Das entspricht in absoluten Zahlen einem Minus von 320 Millimeter oder Liter pro Quadratmeter seit 1. Jänner. Sollte es bis zum Jahresende bei einem Defizit von einem Drittel bleiben, dann würde das Jahr 2026 das trockenste Jahr in der Messgeschichte werden“, sagte Orlik.
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