„Behindert“ werden Menschen mit körperlichen und anderen Beeinträchtigungen oft vor allem durch gesellschaftliche Hürden. Seit vier Jahrzehnten baut der Verein „Integration Wien“ diese Hürden in der Stadt für junge Menschen nach Kräften ab.
Wo kann ich mein Kind mit Behinderungen in den Ferien betreuen lassen? Wie finde ich Anschluss und treffe Gleichaltrige? Alle diese Fragen laufen beim Verein Integration Wien zusammen, der sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Stadt einsetzt – seit 40 Jahren.
Tatkräftige Unterstützung für selbstbestimmtes Leben
Zum Jubiläum zieht der Verein eine beeindruckende Bilanz: 26.250 Eltern und Angehörige wurden bereits beraten. Allein heuer wurden bis Ende Oktober 1485 Gespräche geführt. Die Freizeitassistenz der Einrichtung unterstützte heuer schon 56 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 30 Jahren bei der Gestaltung ihres Alltags. Gerade für Menschen mit Behinderungen kann es schwierig sein, ihre Freizeit selbstbestimmt zu gestalten. Die Mitarbeiter bei Integration Wien tragen deshalb einen wesentlichen Teil zur persönlichen Entwicklung der Jugendlichen bei.
Auch in den Wohngemeinschaften, wo sowohl Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen unterkommen, wird Inklusion zur gelebten Realität. Die insgesamt 55 Beschäftigten des Vereins machen daher möglich, was gesellschaftlich zu oft ins Hintertreffen gerät. Sie überwinden strukturelle Barrieren und schaffen ein Miteinander – mit offenen Ohren und Herzen. Unsere Wiener der Woche.
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