Statt mühsam einzelne Dienste für gehörlose Menschen zu suchen, bündelt ein neues Projekt barrierefreie Gesundheits- und Wellnessangebote in Gebärdensprache und Infovideos in Ostösterreich.
Bis zu 10.000 gehörlose Menschen leben in Österreich. Für eine Vielzahl von ihnen ist der Arztbesuch eine besonders große Hürde. Wie verständigt man sich mit Ärzten, sollte kein Dolmetscher greifbar sein? Wie werden Diagnosen richtig verstanden, wenn die mündliche Erklärung nur von den Lippen abgelesen werden kann?
All jene Fragen versucht das Wiener Kompetenzzentrum Equalizent mit dem Webportal „Besser Leben“ zu beantworten. Statt mühsam einzelne Dienste für gehörlose Menschen zu suchen, bündelt das Projekt barrierefreie Gesundheits- und Wellnessangebote in Gebärdensprache und Infovideos in Ostösterreich.
Dabei stießen die Experten auf eine unbequeme Wahrheit: In manchen Regionen waren derartige Angebote praktisch unauffindbar. Die Plattform soll damit auch sichtbar machen, das hier „große Handlungsbedarf“ besteht, heißt es.
So etwa fehlen gebärdensprachige Kinderpsychologen völlig. Ein wichtiger Debattenanstoß der Experten des Zentrums und ein wesentlicher Schritt, um den Alltag für jene zu erleichtern, die mit Hürden zu kämpfen haben. Unsere Wiener der Woche.
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