Rund 46 Millionen Euro stehen heuer für den Straßenbau in Kärnten zur Verfügung – weitere sieben Millionen für Deckensanierungen aus den Ersatzbeiträgen für das Baukartell (wir berichteten). Damit das Geld auch in Zukunft möglichst effizient eingesetzt wird, stehen die Landesstraßen auf dem Prüfstand.
Rund 2750 Kilometer – so lange ist das Kärntner Landesstraßennetz. Und damit das Land nicht auf Beschwerden und Zuschriften aus der Bevölkerung angewiesen ist, werden die Fahrbahnen auch regelmäßig überprüft. Dafür ist in Kärnten derzeit ein Spezialfahrzeug unterwegs, das mit moderner Messtechnik und Videokameras ausgerüstet ist. Bis Juni 2027 sollten alle Landesstraßen digital auf Herz und Nieren überprüft worden sein.
Je genauer wir über den Zustand unserer Straßen informiert sind, desto effizienter können wir das jährliche Bauprogramm erstellen.

Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber
Bild: Büro LHStv. Gruber
„Mit der digitalen Zustandserhebung erhalten wir eine objektive Datengrundlage, um notwendige Sanierungen frühzeitig zu erkennen und Investitionen noch zielgerichteter zu setzen“, erklärt Straßenbaureferent Martin Gruber. „Unser Grundsatz lautet: rechtzeitig sanieren, bevor größere Schäden entstehen.“ Die Straßen erhalten eine Schulnote für den Zustand der Fahrbahnoberfläche – Unebenheiten und Risse bringen Abzüge.
„Die Zustandsbewertung und alle Verkehrsdaten, die wir haben, bilden dann gemeinsam die Basis für die jährlichen Bauprogramme“, so Gruber. So entsteht eine Prioritätenliste für die Bauprogramme 2028 bis 2033. Heuer fließen rund 53 Millionen Euro in den Straßenbau – sieben Millionen davon kommen aus den Ersatzbeiträgen des Baukartell-Skandals (wir haben berichtet).
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