In der Vorwoche formulierten fast 70 steirische Bürgermeister und Vertreter der steirischen Musiklandschaft einen offenen Brief an Bildungslandesrat Stefan Hermann. Sie baten darum, 3,3 Millionen Euro für Musikschulen doch nicht zu streichen. Nun liegt die Antwort vor.
Gut 3,3 Millionen Euro an Ausgleichszahlungen im Musikschulwesen werden im Landesbudget 2027 gestrichen. Sie waren für 33 Gemeinden vorgesehen, denen so der Übergang in ein neues Fördersystem erleichtert werden sollte. Allerdings: Die Systemumstellung ist schon sieben Jahre her. Und zahlreiche andere Musikschul-Standorte erhielten keine Ausgleichszahlungen.
Dennoch ist die Aufregung groß. Politisch macht vor allem die SPÖ gegen die Kürzung mobil. In der Vorwoche formulierten mehr als 60 SPÖ-Bürgermeister (unterstützt von drei ÖVP-Ortschefs und einem Bürgerlisten-Bürgermeister) einen offenen Brief an Bildungslandesrat Stefan Hermann. Sie forderten, ebenso wie Robert Ederer (Vorsitzender des Musikschuldirektoren-Fachverbands), Blasmusikverbands-Präsident Erich Riegler und Michael Weissensteiner, Geschäftsführer des Volksliedwerks, die Maßnahme zurückzunehmen.
Härtefälle werden nochmals überprüft
Nun liegt das Antwortschreiben von Hermann vor. „Die Sorgen nehme ich ernst“, so der Landesrat. Er betont aber auch, dass im nächsten Jahr 43,6 Millionen Euro für das Musikschulwesen zur Verfügung stehen. „Das Land zieht sich aus seiner Verantwortung im Bereich der musikalischen Bildung nicht zurück.“ Zudem werden Härtefälle, wie versprochen, nochmals geprüft.
„Ich werde weder behaupten, dass diese Maßnahme schmerzfrei wäre, noch eine pauschale Rücknahme versprechen, ohne deren Finanzierung darlegen zu können. Wer zusätzliche Mittel fordert, muss auch beantworten, wie sie innerhalb des notwendigen Konsolidierungsbedarfs aufgebracht werden sollen“, so Hermann. Und abschließend: „Die Leistungen unserer Musikschulen stehen nicht zur Disposition. Die Art der Finanzierung muss jedoch diskutiert und weiterentwickelt werden.“
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