Die steirische SPÖ bleibt beim Thema Musikschulen dran: In einem offenen Brief wird das Land aufgefordert, die Streichung von 3,3 Millionen Euro zurücknehmen. Unterzeichnet haben den Brief, neben Fachleuten, fast 70 Bürgermeister, fast alle sind von den Sozialdemokraten.
Auch wenn sich auch ÖVP-Bürgermeister wie Christoph Stark (Gleisdorf) und Thomas Rauninger (Eisenerz) kritisch geäußert haben: Den offenen Brief, der am Donnerstag an die Landesregierung geschickt wurde, haben sie doch nicht unterzeichnet. Gefordet wird: „Keine Kürzungen bei den Musikschulen!“
Wie berichtet, streicht das Land die Ausgleichszahlungen an Gemeinden über insgesamt 3,3 Millionen Euro. 33 Kommunen haben diese erhalten, das ist gut die Hälfte aller Musikschulstandorte. Die Zahlungen sollten den Übergang von einem alten auf ein neues Fördersystem erleichtern, nach sieben Jahren ist nun Schluss.
Wer bei der musikalischen Bildung spart, spart an der Zukunft der Steiermark.
Aus dem offenen Brief
Längere Wartelisten und höhere Kosten befürchtet
„Die Konsequenzen sind dramatisch: Es drohen die Streichung von Unterrichtseinheiten, lange Wartelisten, existenzielle Sorgen für die Lehrenden und massive Erhöhungen der Elternbeiträge, weil die Gemeinden die Zusatzkosten nicht alleine stemmen können. Die Budgetkonsolidierung des Landes darf keinesfalls auf dem Rücken unserer Kinder, Familien, Gemeinden und Kulturschaffenden ausgetragen werde“, heißt es in dem Schreiben, in dem auch ehestmöglichst ein runder Tisch gefordert wird.
Zu den Unterzeichnern zählen 67 Bürgermeister – fast alle von der SPÖ, einzig Josef Waltl (Wies) stammt von einer Bürgerliste. Dazu Vertreter der anderen drei Oppositionsparteien im Landtag, der Gewerkschaft Younion sowie Robert Ederer (Vorsitzender des Musikschuldirektoren-Fachverbands), Blasmusikverbands-Präsident Erich Riegler und Michael Weissensteiner, Geschäftsführer des Volksliedwerks.
Mehr als 12.000 Unterschriften für Petition
„Es reicht nicht, bei jeder Gelegenheit die Bedeutung unserer steirischen Volkskultur zu bemühen, wenn man gleichzeitig dabei zusieht, wie ausgerechnet dem musikalischen Nachwuchs dafür das Fundament entzogen wird“, betont SPÖ-Chef Max Lercher. Eine Petition hat mittlerweile mehr als 12.000 Unterstützer.
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