Da gibt es nun also eine Initiative, die die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an alle im Lande geborenen Kinder verlangt, auch an jene von Migranten und Asylwerbern. IHS-Chef Holger Bonin unterstützt diese Initiative und der Vorsitzende der vormaligen Wehrdienstreform-Kommission Hameseder will gar den freiwilligen Wehrdienst für Migranten zur Erlangung der Staatsbürgerschaft einführen.
EINERSEITS ist es eine Tatsache, dass von nahezu 9 Millionen Menschen, die im Lande leben, nahezu 2 Millionen keine Staatsbürgerschaft haben. Dies bedeutet, dass ein Viertel der Wohnbevölkerung kein Wahlrecht hat, und natürlich gibt es dadurch auch einen Mangel an Wehrpflichtigen.
ANDERERSEITS müssen wir aus diesen Zahlen auch schließen, dass die Anzahl der autochthonen Österreicher in den letzten Jahrzehnten um nahezu ein Viertel geschrumpft ist und dass der Bevölkerungszuwachs ausschließlich aus dem Ausland kommt. Diese Entwicklung „Bevölkerungsaustausch“ oder gar – horribile dictu – „Umvolkung“ zu nennen, verbietet sich natürlich aus Gründen der politischen Korrektheit.
Ob aber wirklich so etwas wie ein Ausverkauf der österreichischen Staatsbürgerschaft die Lösung ist, indem wir alles einbürgern, was legal oder auch illegal ins Land gekommen ist, muss man doch bezweifeln.
Die österreichische Staatsbürgerschaft sollte nämlich nach wie vor ein hohes Gut bleiben.
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