Der Tiroler Fußball lebt! Darin waren sich beim höchst spannenden Cupschlager zwischen dem FC Wacker Innsbruck und der WSG Tirol am Mittwochabend im Tivoli Stadion allesamt einig.
Was war das für ein Tiroler Derby! Erst das Elfmeterschießen brachte die Entscheidung zugunsten der WSG Tirol gegen den FC Wacker Innsbruck (4:3) – siehe dazu Bericht im Sport.
Stolze 16.071 Fußballfans strömten ins Stadion in Innsbruck – es war somit erneut so gut wie ausverkauft. Auch das „Krone“-Platzl samt Loge im VIP-Bereich-Süd platzte aus allen Nähten. „Meine Frau stammt aus Rum in Tirol. Jedes Mal, wenn wir hier waren, habe ich im Tivoli Stadion Matches geschaut – und das war sehr oft. Ich kenne das Stadion schon vor dem Umbau 2008“, erzählte ÖFB-Präsident Josef Pröll, der auf Einladung des Tiroler Fußballverbandes (TFV) vor Ort dabei war. Damals seien es noch ganz andere Glanzzeiten gewesen. „Wenn man sich das jetzt aber alles so ansieht, wird es bald wieder so sein“, ist Pröll überzeugt.
Bereits beim Cupspiel zwischen dem FC Wacker Innsbruck und SK Rapid Wien im Vorjahr sei der ÖFB-Präsident zu Gast gewesen. „Irgendwie zieht mich dieser Ort an“, verrät er, „und es wäre schön, wenn wir in Österreich viele weitere Stadien dermaßen voll bekommen würden als es heute der Fall ist. Es entwickelt sich jedenfalls gerade viel.“
Cheftrainer, Weltmeister und Olympiasieger dabei
Andreas Widhölzl, Cheftrainer der österreichischen Skispringer und selbst Weltmeister und Olympiasieger, verfolgte das Spiel auf Einladung der „Krone“. „Ich kenne Sebastian Siller, Trainer des FC Wacker Innsbruck, sehr gut. Es ist zudem natürlich immer sehr cool, dabei sein zu dürfen, wenn die beiden Tiroler Top-Fußballklubs spielen“, sagte er. Er kam in Begleitung seines Co-Trainers Matthias Troy.
Das erste Mal seit rund 20 Jahren im Stadion war Klaus Winkler, Bürgermeister der Stadt Kitzbühel. „Das Tivoli so voll erleben zu dürfen, gepaart mit dieser Stimmung und Euphorie – das ist unglaublich“, strahlte er.
Begeistert zeigten sich ebenfalls Christian Wörister, Vorstand der Bergbahnen Kitzbühel, MPreis-GF Mathias Mölk, Josef Huber, GF Thurner Bau Imst, und Walter Baumgartner, langjähriger Präsident des FC Südtirol, mit seinem Kollegen Andreas Lantschner.
Und auch zahlreiche Legenden mischten sich unter die Gäste. Michael Streiter traute dabei seinen Augen kaum, als er Arnold Koreimann entdeckte: „Als ich 17 Jahre alt war, habe ich mit ihm gespielt. Ich habe ihn seit rund 30 Jahren nicht mehr gesehen.“ Es kam somit zum großen Wiedersehen beim „Krone“-Platzl.
Großes Wiedersehen nach rund 30 Jahren
Ex-Profi-Kicker Roland Hattenberger stand sowohl bei Wattens als auch bei Innsbruck unter Vertrag. Er verfolgte das Tiroler Derby gemeinsam mit den ehemaligen Profi-Fußballern Ewald Gröss, Manfred Gombasch, Alexander Knavs, Werner Kriess, Kurt Welzl, Werner Schwarz, Markus Anfang, Andreas Spielmann, Pascal Grünwald, Florian Mader.
Ebenfalls beim „Krone“-Platzl bzw. in der gemeinsamen Loge von „Tiroler Krone“ und des „Tiroler Fußballverbandes“ schauten – zur Freude von Chefredakteur Claus Meinert und Präsident Sepp Geisler – vorbei: Skitrainer-Legende Robert Trenkwalder, Hubert Vogelsberger (Prowest Tirol), Progress Tirol-Chef Peter Buglas, Wacker-Präsident Hannes Rauch, TFV-Frauenreferentin Helene Falkner und Schauspielerin Verena Covi.
„Dieser Abend im vollen Haus war einmal mehr ein tolles Erlebnis und der Beweis, dass Sport nicht alles, aber vieles ist und weit über das Sportliche hinaus verbindet“, bilanzierte Meinert, „es war für mich wieder sehr interessant, was etwa so manche Wacker-Legende zu erzählen hat, wie sie das ,Damals’ schildert und das ,Jetzt’ analysiert. Da kann man durchwegs das eine oder andere Positive für das Leben mitnehmen“. Und Geisler betonte: „Das Tiroler Derby war absolut gut für den Fußball!“
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