Vorarlberg wächst weiter leicht, aber stetig. Wie die Landesstelle für Statistik in ihrem jüngsten Bericht mitteilt, lebten zum Stichtag am 30. September 2026 exakt 413.053 Menschen mit ihrem Hauptwohnsitz im westlichsten Bundesland. Das sind 434 Personen (0,1 Prozent) mehr als noch vor einem Jahr.
Zwei Faktoren haben dafür gesorgt, dass das Bevölkerungswachstum angehalten hat: Zum einen wurden mehr Kinder geboren als Menschen starben, zum anderen zogen war die Zahl jener, die nach Vorarlberg zogen höher als jene, die dem Ländle den Rücken kehrten. So wurden in den vergangenen zwölf Monaten 259 Kinder mehr geboren als Menschen starben. Gleichzeitig zogen 175 Personen mehr zu als fort.
Rheintal und Walgau mit Plus
Innerhalb des Landes verteilt sich dieser Zuwachs jedoch sehr unterschiedlich. Am stärksten legte das Rheintal zu, wo nun 737 Menschen mehr wohnen als im Vorjahr. Auch der Walgau verzeichnet einen Zuwachs von 58 Personen (Plus 0,1 Prozent). Demgegenüber schrumpfte die Bevölkerung im Montafon am deutlichsten. Dort leben nun 293 Menschen weniger leben (Minus 1,7 Prozent).
In Vorarlberg wohnen derzeit 87.090 Menschen, die aus mehr als 157 verschiedenen Nationen und Territorien stammen. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung bleibt mit 21,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die mit Abstand größte Gruppe bilden dabei die Deutschen (21.095 Personen), gefolgt von 12.457 Menschen, die einen türkischen Pass besitzen.
Bregenz, Gaschurn und Sonntag mit weniger Einwohnern
Blickt man weiter zurück, zeigt sich ein langfristiger Trend: In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Menschen im Land um 24.310 Personen (6,3 Prozent) gestiegen. Besonders kräftig wuchsen einzelne Gemeinden. Feldkirch verzeichnete 3737 Menschen (11,5 Prozent) mehr, in Dornbirn leben heute 3597 Personen (7,4 Prozent). Auch Lustenau legte um 2127 Menschen zu, Hohenems um 1062 Personen und Lochau verzeichnete mit 950 zusätzlichen Einwohnern sogar ein Plus von 16,4 Prozent. Nur wenige Orte schrumpften in diesem Jahrzehnt: Die größten Verluste meldeten Bregenz mit 313 Menschen weniger, Gaschurn mit Minus 86 Personen und Sonntag mit minus 80 Einwohnern.
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