Wie gehen Jugendliche mit Geld um? Wie viel Taschengeld bekommen sie und wofür geben sie es aus? Die „Krone“ hat sich umgehört und nachgefragt. Dabei kam heraus: Familien gehen das Thema Geld und Sparen völlig unterschiedlich an.
„Meine Kinder verdienen ihr Taschengeld im Haushalt“, erklärt Elisabeth. Die Mama aus St. Michael im Lungau ist überzeugt von ihrer Methode: „So machen wir es seit Jahren. Meine Kinder müssen sich einteilen, wofür sie ihr Geld ausgeben oder sparen.
„Meine Kinder müssen sich ihr Taschengeld seit Jahren verdienen und einteilen. Für das Ausräumen des Geschirrspülers gibt es zum Beispiel zehn Euro.“

Elisabeth Brandstätter
Bild: Roland Holitzky
Es klinge sehr streng, so die zweifache Mutter. „Aber sie kommendamit gut zurecht.“ Doch wie hoch sind die Ausgaben der Salzburger Jugendlichen? Die „Krone“ erkundigte sich anlässlich des Weltspartages.
Bar oder mit Karte: Hier spalten sich die Geister
Hauptsächlich zum Fortgehen und Shoppen gibt die 17-jährige Viktoria aus Salzburg ihr Taschengeld aus. „Mein Papa gibt mir wöchentlich einen kleinen zweistelligen Betrag in bar direkt auf die Hand.“
Schmunzelnd gibt sie zu: „Ich zahle aber lieber mit Karte. Kleingeld ist zu umständlich.“ Ihr Vater Wolfgang ergänzt: „Wir reden nie über das Sparen. Viktoria macht das von selbst.“
Strikt für Bargeld ist hingegen die Salzburger Mutter Reingard: „So lernte meine Tochter den Umgang mit Geld viel besser. Sie hat früh verstanden, wie schnell sich die Scheinchen im Börserl leeren.“ Tochter Helena kann jederzeit nach Geld fragen – hat aber keinen Freifahrtschein für endloses „Abheben“ bei der Mama. Regelmäßiges Taschengeld gibt es in dieser Familie nicht.
Und das System scheint zu funktionieren, wie auch Helena erzählt: „Als ich 13 war, wollte ich eine Apple Watch. Ich musste ein Jahr lang darauf hinsparen“, so die mittlerweile 18-Jährige, die sich auch immer über „Zuschüsse“ ihrer spendablen Großeltern freute.
„Seit einem Monat verdiene ich als Lehrling mein eigenes Geld. Davor habe ich im Monat 80 Euro bekommen. 1000 Euro habe ich bisher gespart.“

Batu (17)
Schüler aus Salzburg
Bild: Miroslava Dicheva
„Ich habe seit meinem 13. Geburtstag ein eigenes Konto und bekomme monatlich 200 Euro überwiesen. Auch online bestelle ich ab und zu.“

Emma (13)
Schülerin aus Salzburg
Bild: Andreas Tröster
Oma und Opa waren auch in der Finanzwelt von Batu wichtig. Bis zum Start seiner Lehre unterstützten sie den mittlerweile 17-Jährigen regelmäßig zusätzlich zu seinem Taschengeld. Dieses lag bei 50 Euro im Monat. „Das Geld durfte ich allerdings nicht für Videospiele ausgeben“, grinst Batu.
Lockerer sind hingegen Emmas Eltern: Die 13-Jährige bekommt 200 Euro monatlich überwiesen. Zudem darf sie auch hin und wieder mit ihrer eigenen Karte online bestellen.
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