Rudi Obauer zum Aus

Sternekoch „wollte nie als alter Trottel aufhören“

Salzburg
27.10.2026 08:00

Der Nationalfeiertag markierte das Ende der jahrzehntelang währenden Karrieren der Gastrogrößen Rudi und Karl Obauer. Über 47 Jahre lang haben die Brüder die kulinarische Landschaft Salzburgs geprägt.

2 Michelin-Sterne, 5 Gault&Millau-Hauben und 100 von 100 möglichen Punkten im Falstaff – „wir haben die Gastronomie stets wie eine Disziplin des Leistungssports verstanden“, so die Brüder. Für ihren unermüdlichen Einsatz auf höchstem Spitzenniveau wurden Karl und Rudi erst vor wenigen Tagen in Wien von der Genussbibel Gault&Millau für ihr Lebenswerk geehrt. Tosender Applaus und Blitzlichtgewitter begleiteten die Obauers bei ihrem letzten großen Auftritt.

Ihren letzten Arbeitstag am Nationalfeiertag hingegen wollten die beiden ruhig angehen – ohne großes Tamtam. Lediglich Fotos mit der Mannschaft und mit Gästen machten die zwei Herd-Zauberer.

Rudi und Karl Obauer (re.) machten den Beruf zu ihrem Leben.
Rudi und Karl Obauer (re.) machten den Beruf zu ihrem Leben.(Bild: Alexander Tuma)

Hinter der Entscheidung, die Kochhaube endgültig an den Nagel zu hängen, stehen die Brüder nach wie vor felsenfest. „Ich wollte nie als alter Trottel aufhören, wie ein Sportler, der nicht wahrhaben will, dass die Zeit kratzt, auch wenn er einmal Olympiasieger war“, sagt Rudi Obauer im jüngst erschienenen Buch „Eine Prise Salz“.

Natürlich habe er den Wunsch gehabt, einer seiner Söhne könnte den Betrieb weiterführen. Aber es sei nun einmal anders gekommen. Jetzt hat er neue Ziele: „Ich will sportlich bleiben, gesund bleiben, mehr Zeit für die Familie haben.“

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