Drogen dürften sein Lebensinhalt und -unterhalt sein: Das LKA schnappte einen Linzer (37), der mit Hilfe zweier junger Frauen (20 und 22) seit mindestens sechs Jahren einen schwungvollen Drogenhandel betrieben haben soll. Bei einer Hausdurchsuchung wurden auch im Gefrierschrank Suchmittel gefunden.
Nach umfangreichen Ermittlungen des Landeskriminalamtes Oberösterreich wird ein 37-jähriger aus Linz beschuldigt, im Zeitraum zwischen 2020 und 2026 eine große Menge verschiedener Suchtmittel ge- und verkauft sowie Suchtmittel im Darknet bestellt und Zusendungen von Suchtmittel aus dem Ausland entgegengenommen zu haben. Weiters ist der Mann verdächtig, in den Jahren 2025 und 2026 zumindest eine junge Frau zum Drogenhandel bestimmt zu haben.
Die mutmaßliche Komplizin ist 15 Jahre jünger
Dabei handelt es sich um eine 22-jährige Linzerin. Sie ist verdächtig vom 37-Jährigen im Jahr 2025 über 1,45 Kilo Crystal Meth (Methamphetamin), 200 Gramm Speed (Amphetamin) und ca. 100 Gramm Ketamin bezogen und einen Anteil davon selber im Stadtgebiet von Linz veräußert zu haben.
Im Darknet bestellt
Nach aktuellen Ermittlungen der Kriminalbeamten steht der Linzer weiter im Verdacht, dass er mit seiner 20-jährigen Freundin zumindest von April bis Juni 2026 im Darknet Drogen bestellt und aus dem Ausland an deren Adresse in Linz liefern lassen habe. Bei den Suchtmitteln handle es sich um zumindest 4 Kilo Amphetamin, mehr als 1,6 Kilo Methamphetamin, 290 Gramm Ketamin sowie andere diverse Suchtmittel. Der Großteil sei an verschiedene Personen, darunter auch Jugendliche, mit Gewinnaufschlag im Stadtgebiet von Linz veräußert worden. Die Drogen wurden vorher online in den Sozialen Medien präsentiert; teilweise auch mit Lichtbildern und Videos der Drogen.
Große Mengen Suchtmittel
Weitere Ermittlungen erweckten den Verdacht, dass der Linzer darüber hinaus bereits im Jahr 2020 und 2021 große Mengen Suchtmittel für den Verkauf erworben habe. Dabei handle es sich um zumindest 7,7Kilo Cannabiskraut, ca. 600 Gramm Kokain und rund 200 Stück XTC-Tabletten innerhalb von neuen Monaten. Zudem zeigte er sich zum Erwerb von weiteren, mindestens 300 Gramm Kokain im Jahr 2022 bei derselben Bezugsquelle geständig, jedoch nicht zum Weiterverkauf.
Erfolgreiche Hausdurchsuchung
Bei einer Hausdurchsuchung in der Wohnung der beiden Beschuldigten konnten unter anderem 100 Gramm Amphetamin im Gefrierfach, rund 40 Gramm Ketamin und mehrere Steroide-Ampullen sichergestellt werden. Der 37-Jährige und die 20-Jährige wurden im Juni 2026 festgenommen; der Mann auch in die Justizanstalt eingeliefert. Die 20-Jährige wurde nach einem Teilgeständnis auf freiem Fuß angezeigt. Der 37-Jährige befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.
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