Vogelgrippe
H5N1: Ruf nach extremen Maßnahmen wird lauter
Der Verband der Geflügelzüchter des deutschen Bundeslandes Niedersachsen (72 Millionen Hühner, Enten, Gänse und Puten leben dort, das entspricht 60 Prozent des deutschen Geflügelbestandes) ist der Meinung, dass es im Moment nicht zu verantworten sein, Katzen in freier Wildbahn herumlaufen zu lassen. Streunende Tier sollen deshalb gnadenlos abgeschossen werden dürfen. Das Vogelgrippe-Virus würde durch die Katzen nur weiter verschleppt. Die Geflügelzüchter halten es außerdem für notwendig, Katzen (Hunde sowieso) an die Leine zu nehmen.
Allerdings gelten in den betroffenen Bundesländern (Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Brandenburg und Bayern) seit Samstag ohnehin verschärfte Maßnahmen: Hunde und Katzen dürfen nicht frei herumlaufen und Betriebsfremde keine Geflügelhöfe betreten. Dabei gehen die Sperr- (drei Kilometer) und Beobachtungszonen (zehn Kilometer) teilweise über Landesgrenzen hinaus.
Ergebnis aus Mannheim lässt auf sich warten
Nach dem ersten Vogelgrippefund in einer deutschen Großstadt verzögert sich das Ergebnis der Virusuntersuchung weiter. Ob die am Mannheimer Industriehafen gefundene Wildente mit der hochgefährlichen asiatischen Variante des Virus H5N1 infiziert war, werde erst am Dienstag oder Mittwoch feststehen, kündigte eine Sprecherin der Stadt am Montag an. Das Ergebnis war zunächst bereits am Wochenende erwartet worden. In dem Sperrgebiet, zu dem auch Teile Ludwigshafens in Rheinland-Pfalz gehören, leben gut 100.000 Menschen.
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