Am Hochschwab

Alpine Notlage: Wiener (28) muss am Berg ausharren

Steiermark
24.10.2026 20:26
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Am Samstagnachmittag mussten die Einsatzkräfte der steirischen Bergrettung zu einem 28-jährigen Wanderer auf den Hochschwab aufsteigen, weil er zu erschöpft war. Gemeinsam verbringen sie die Nacht am Berg, ehe sie morgen absteigen.

Schon wieder kam es zu einer alpinen Notlage – und schon wieder am Hochschwab. Am frühen Samstagnachmittag befand sich der 28-jährige Wiener beim Aufstieg vom Gasthaus Bodenbauer über das sogenannte „G‘hackte“ in Richtung Hochschwabgipfel. Im Bereich des G‘hacktkogels verließen ihn auf rund 2014 Metern Seehöhe jedoch die Kräfte. Er konnte weder weiter aufsteigen noch selbstständig zurück ins Tal gelangen.

Wanderer übernachtet am Berg
Einsatzkräfte der Bergrettung Thörl stiegen daraufhin zu dem Wanderer auf und versorgten ihn. Eine Rettung mit Hubschrauber war aufgrund des starken Windes nicht möglich. In Begleitung der Bergretter konnte der 28-Jährige schließlich bis zu einer Schutzhütte weiter aufsteigen. Dort wird er die Nacht verbringen und anschließend gemeinsam mit den Bergrettern ins Tal absteigen. Neben der Bergrettung Thörl stand auch die Alpinpolizei Hochsteiermark im Einsatz.

Touren richtig planen
Die Alpinpolizei betont einmal mehr: Bergtouren sollten sorgfältig entsprechend der eigenen Kondition geplant werden. Gerade im Herbst werden die Tage kürzer und die Bedingungen im Hochgebirge zunehmend anspruchsvoller. Ausreichend Zeitreserven, geeignete Ausrüstung, warme Kleidung und eine Stirnlampe sind daher besonders wichtig. Wer merkt, dass die Kräfte nachlassen oder das Wetter umschlägt, sollte rechtzeitig umkehren. Kommt es dennoch zu einer alpinen Notlage, sollte frühzeitig Hilfe über den Alpinnotruf 140 oder den Euronotruf 112 angefordert werden.

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