Das Hochschwabgebirge zählt zu den beliebtesten Wandergebieten der Steiermark. Die Schattenseite: Am Donnerstag ereignete sich der dritte tödliche Alpinunfall binnen zwei Monaten in der Region. Die 62-jährige Wanderin wurde am Freitag tot geborgen.
Die Serie an tödlichen Alpinunfällen im steirischen Hochschwabgebiet reißt nicht ab. Am Donnerstag ereignete sich das dritte Todesdrama binnen zwei Monaten. Die 62-jährige Wanderin aus dem Bezirk Graz-Umgebung dürfte laut Informationen von Bergrettung und Polizei Steiermark am Donnerstag mehr als 300 Meter abgestürzt und ihren Verletzungen an Ort und Stelle erlegen sein.
Angehörige der Bergsteigerin alarmierten die Einsatzkräfte, nachdem sie nicht von ihrer Wanderung nach Hause gekommen war. Am Freitag wurde eine großangelegte Suchaktion rund um das Gasthaus „Bodenbauer“ am Gemeindegebiet von Thörl gestartet. Enrico Radaelli, Sprecher der Bergrettung: „Insgesamt standen 70 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Bergrettung sowie Lawinen- und Suchhundestaffel seit den Vormittagstunden im Einsatz.“
Mittels Drohnen konnten sie am Nachmittag die 62-Jährige lokalisieren. Ein Notarzt konnte jedoch nur noch ihren Tod feststellen. Mittels Tau wurde sie von einem Polizeihubschrauber geborgen und ins Tal gebracht. Die Angehörigen werden aktuell vom Kriseninterventionsteam betreut.
In der heurigen Saison verunglückte bereits eine 68-jährige Wanderin am Hochschwab, die vom Weg abgekommen war. Und, besonders tragisch: Im August stürzte ein 20-jähriger Bergsteiger in den Tod. Die Bergeaktion dauerte aufgrund der schwierigen Wetterlage über Tage an.
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