Werden nicht teurer

Regierung friert Gebühren für Pass und Co. ein

Innenpolitik
24.10.2026 19:45

Gute Nachrichten für die von der Teuerung geplagte österreichische Bevölkerung: Wie die „Krone“ erfuhr, werden kommendes Jahr die Bundesgebühren nicht teurer. Das betrifft Reisepässe, Personalausweise, Führerscheine, Zulassungsscheine und vieles mehr. Die letzte Erhöhung war dafür umso stärker ausgefallen ...

Die Inflationsanpassung der Bundesgebühren wird für das kommende Jahr ausgesetzt, sagt Finanzminister Markus Marterbauer zur „Krone“. Gegenüber einer vollen Valorisierung bringt das den Österreichern eine Entlastung in der Höhe von 25 Millionen Euro.

Diese Gebührenbremse gilt etwa für das Ausstellen von Reisepässen oder Personalausweisen, für Zulassungsscheine, Führerscheine, Strafregisterbescheinigungen oder das Ausstellen von Patenten. Zusätzlich werden die Kosten von Autobahnvignette und des Klimatickets unter der Inflation erhöht.

Entlastung nach Mega-Erhöhung 
Allerdings: Im Jahr 2025 im Zuge des Sparbudgets wurden die Gebühren extrem angehoben. Die meisten Bundesgebühren wurden davor jahrelang nicht erhöht (teils seit 2011), woraus sich eine Inflationsanpassung von 48,2 Prozent ergab. So wurde die Gebühr für Reisepässe im Juli 2025 von 76 auf 112 Euro erhöht und für Personalausweis von 62 auf 91 Euro. Für die Ausstellung eines Führerscheins sind seit dem 90 statt 61 Euro zu bezahlen, für einen Zulassungsschein 178 statt 120 Euro. Vergleichsweise preiswert bleiben mit 74 statt 50 Euro die Gebühren für die Eheschließung.

Mit der Maßnahme will Markus Marterbauer auch die Inflation dämpfen.
Mit der Maßnahme will Markus Marterbauer auch die Inflation dämpfen.(Bild: Eva Manhart)

Es geht um hunderttausende Dokumente jährlich
Laut Statistik Austria wurden im Jahr 2025 168.437 Führerscheine ausgestellt. Die Zahl der Reisepässe, die durchschnittlich pro Jahr ausgestellt werden, beträgt 750.000. Und es werden pro Jahr mehr als 1,4 Millionen Zulassungsscheine ausgestellt (Neuausstellungen und Ummeldungen) sowie zwischen 220.000 und 240.000 Strafregisterbescheinigungen ausgestellt.

Die Gebührenbremse wird auch die allgemeine Inflation dämpfen, erklärt Marterbauer. „Österreich gehörte lange zur Gruppe mit den höchsten Inflationsraten unter den EU-Ländern. Trotz der angespannten budgetären Situation setzt die Bundesregierung ein Bündel von Maßnahmen zur Eindämmung der Teuerung. Dass die Großzahl der Bundesgebühren nicht erhöht wird, ist ein weiterer Baustein, um den Anstieg der Lebenshaltungskosten der Menschen zu dämpfen.“

Gleichzeitig zur Gebührenbremse werden die Preise für das Klimaticket sowie die Pkw-Jahresvignette nur um zwei statt der vorgesehenen 3,6 Prozent entsprechend dem Verbraucherpreisindex (VPI) erhöht. Zudem profitieren Autofahrer von einer Frühkäufer-Aktion bei der Jahresvignette: Wer die neue Vignette für 2027 vor dem 1. Jänner 2027 kauft, erhält sie noch zum bisherigen Preis von 106,80 Euro. Erst zum Jahreswechsel wird die Vignette um zwei Prozent auf 108,90 Euro angehoben.

Wer ein Klimaticket mit Gültigkeitsbeginn bis 31. Dezember kauft, erhält diese zum bisherigen, günstigeren Preis von 1400 Euro. Tickets, die ab 1. Jänner 2027 gültig sind, kosten dann 1428 Euro. „Mit unserem Verkehrspaket halten wir die Preisanpassungen bei Klimaticket und Vignette bewusst unter der Inflation. Das ist ein konkreter Beitrag zur Inflationsbekämpfung und eine Entlastung für die Menschen in unserem Land“, betont Mobilitätsminister Peter Hanke.

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