Neuer Zell-Rekord

Eisbären mit zehntem Streich nun Solo-Spitze

Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Zwar wurde es am Ende unnötig ruppig. Die Zeller Eisbären ließen sich aber auch von Vizemeister Meran in der Alps Hockey League nicht bremsen. Mit dem klaren 7:1-Triumph sind die Pinzgauer alleiniger Tabellenführer und stellten eine neue Klubbestmarke auf.

Schon nach sieben Minuten schepperte es erstmals in Südtirol. Bei Vier-gegen-Vier schlug Tomazevic eiskalt zu (7.). Goalie Schmidt hielt seinen kasten lange sauber. Beim vermeintlichen Ausgleich kurz vor der ersten Pause half ein hoher Hausherren-Stock mit, dem Treffer Anerkennung zu verleihen. Nach Wiederbeginn traf Jezovsek gleich zum 2:0 (21.), erhöhte Schmid per Backhander auf 3:0 (27.). Praktisch aus dem Nichts kamen die Gäste auf: Levin traf ins kurze Kreuzeck (35.), ehe die Latte ein zweites Meran-Tor vereitelte. Das Spielglück blieb bei den Salzburgern: Tomazevic fälschte einen Kulintsev-Schuss zum 4:1 ab (39.). Im Schlussdrittel spielten nur mehr die Gäste: Coatta traf mit der Rückhand (46.), Putnik erhöhte (48.) und Jezovsek fixierte im Power Play das 7:1 (56.). Derweil glänzten die Italiener nur mehr durch Härte, nahmen im Schlussdrittel vier Strafen in Kauf. 

„Wollen Serie aufrecht erhalten“
Zell spielte den Sieg aber diszipliniert heim und hält mit zehn Sieg nun bei einem neuen Vereinsrekord in der AHL. Kapitän Max Wilfan meinte: „Wir haben uns in der Vergangenheit in Meran nicht immer leicht getan. Wir waren uns dessen heute bewusst und haben im Großen und Ganzen ein gutes Spiel gemacht. So eine Serie von zehn Siegen ist natürlich super, wir wollen sie natürlich fortsetzen. Wichtig ist es aber, dass wir am Ende der Saison voll da sind. Jede Serie wird einmal zu Ende gehen, aber wir wollen sie aufrechterhalten.“ Netter Nebeneffekt: Weil Ritten Jesenice 3:1 bog und überholte, sind die Pinzgauer nun alleiniger Tabellenführer.

Indes gingen die Jungbullen erstmals unter dem neuen Coach Antti Aarlio als Verlierer vom Eis. Zwar starteten die Städter bei 1:4 noch eine Aufholjagd, kassierten aber in der Schlussminute das entscheidende 3:5. Stürmer Niklas Korhonen, der den ersten Treffer erzielt hatte, resümierte: „Wir hatten heute keinen guten Start und haben die einfachen Dinge nicht konsequent genug gemacht. Wenn du im ersten Drittel so früh mit drei Toren zurückliegst, wird es natürlich schwierig, wieder zurückzukommen.“ Zum Trainerwechsel meinte er: „Das neue Trainerteam hat frischen Wind reingebracht und die Mannschaft hat die Veränderungen sehr gut angenommen. Daran lag es heute sicher nicht.“

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